Restriktive Vorgaben für Bank-Boni in der EU

Pröll: Auch Obergrenzen denkbar
Pröll: Auch Obergrenzen denkbar ©APA (Techt/Archiv)
Finanzminister Pröll sieht einen Konsens innerhalb der EU über neue restriktivere Vorgaben für die Gewährung von Bonuszahlungen an Banker. Auf die Frage, ob auch Obergrenzen denkbar seien, sagte Pröll nach dem EU-Finanzministertreffen am Mittwoch in Brüssel, auch diese Idee gebe es. Wichtig werde sein, solche Bonuszahlungen künftig offen zu legen und zu kontrollieren, "wer wieviel bekommt".

Generell gestrichen sollten Boni nicht werden, sondern man müsse sie daran knüpfen, ob die jeweiligen Banken und Finanzunternehmen “nachhaltig wirtschaften”. Konkrete Details gebe es zwar noch keine, doch werde ein “Signal” an das G-20-Treffen am 24. und 25. September in Pittsburgh ausgehen. Er stehe jedenfalls dem französischen Vorschlag zur Reduzierung von Bonuszahlungen absolut positiv gegenüber. Es werde auch notwendig sein, die Bedingungen für Bonizahlungen insgesamt neu zu ordnen. Es könne ja nur funktionieren, wenn es weltweit eingehalten werde. Deswegen müsse man auch aufpassen, dass es “nicht zu einer Abwanderung” von qualitätsvollen Managern komme.

“Es sollte ein einheitliches Spielfeld gestaltet werden”, betonte Pröll. Die Anreize müssten eben so gesetzt werden, dass nicht Manager mit Tagesgewinnen durch Spekulationen Unsummen von Geldern kurzfristig abschöpfen könnten.

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