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Renault beantragt Fristverlängerung für F1-Motor

Red Bull und anderen droht Seuchen-Saison
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Renault hat offenbar noch gröbere Probleme mit seinem Formel-1-Motor als vorerst angenommen. Laut Informationen der Zeitschrift "auto motor und sport" hat der französische Hersteller sogar beim Automobil-Weltverband (FIA) angefragt, die Frist zur Homologierung der Triebwerke zu verschieben. Nach (heute) Freitagmitternacht wären eigentlich nur noch Modifikationen an den V6-Turbos erlaubt.


Die von der FIA versiegelten Motoren dienen als Vergleichswert für den Rest der Saison. Anpassung dürfen danach nur noch die Zuverlässigkeit oder die Sicherheit verbessern, nicht aber der Leistungssteigerung dienen. Die Renault-Motoren waren bei den Testfahrten vor Saisonbeginn nicht nur durch zahlreiche Defekte, sondern auch mit schwachen Rundenzeiten aufgefallen.

So fuhr etwa das Weltmeisterteam Red Bull bei den Testfahrten in Jerez und Bahrain bisher hinterher. Neben den Bullen, die zudem mit dem Einbau des Triebwerkes und der Kühlung zu kämpfen haben, verwenden auch das Zweitteam Toro Rosso sowie Lotus und Caterham Renault-Motoren. Die Franzosen hoffen auf mehr Zeit für die Entwicklung. Den Antrag auf Fristverlängerung soll Renault am Donnerstag eingebracht haben.

Allerdings müsste die gesamte Formel-1-Strategiegruppe zustimmen. In dieser sind neben der FIA auch der Inhaber der kommerziellen Rechte sowie sechs Teams vertreten – neben Red Bull und Lotus auch deren Hauptkonkurrenten Mercedes und Ferrari sowie McLaren und Williams. Ein Treffen der Strategiegruppe fand am Freitag in England statt. Für eine Genehmigung des Aufschubes braucht es in dem Gremium allerdings Einstimmigkeit.

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