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Reha-Zentren bereiten sich auf Wiederhochfahren vor

In den Reha-Zentren bereitet man sich auf das Wiederhochfahren vor.
In den Reha-Zentren bereitet man sich auf das Wiederhochfahren vor. ©pixabay.com (Sujet)
In den österreichischen Rehabilitationszentren herrscht aktuell noch Minimalbetrieb. Nun bereitet man sich auf das Wiederhochfahren vor.

Aufgrund der Coronakrise laufen Österreichs Rehabilitationseinrichtungen seit Mitte März auf Minimalbetrieb. Sie sollten zur Versorgung von Akutfällen bereitstehen. Die Sozialversicherung der Selbstständigen (SVS) fährt den Betrieb ihrer Zentren jetzt wieder hoch. Die Pensionsversicherung (PVA) und die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt (AUVA) warten noch ab, hieß es auf APA-Anfrage.

Verordnung für eingeschränkten Betrieb gilt noch bis Ende April

Rechtsgrundlage für den stark eingeschränkten Betrieb ist eine Verordnung des Gesundheitsministeriums vom 19. März, die ein weitreichendes Betretungsverbot für Kuranstalten und Rehabilitationseinrichtungen vorsieht. Ausnahmen gelten nur für die "Inanspruchnahme unbedingt notwendiger medizinischer Maßnahmen der Rehabilitation im Anschluss an die medizinische Akutbehandlung sowie im Rahmen von Unterstützungsleistungen für Allgemeine Krankenanstalten". Gültig ist das bis Ende April.

SVS-Chef Peter Lehner kündigt angesichts der entschärften Coronalage nun für seinen Bereich ein Wiederhochfahren unter besonderen Schutzvorschriften an. "Da nun wieder vermehrt Operationen in den Spitälern durchgeführt werden, erfolgt seit vergangener Woche die verstärkte Wiederaufnahme der Anschlussheilverfahren", erläutert er in einer Aussendung bezüglich der neun SVS-Einrichtungen mit 1.100 Betten.

"Wir sind im regelmäßigen Austausch mit den Bundesländern zu den Spitalskapazitäten. Es wird derzeit kein Bedarf erwartet, Nicht-Covid-Patienten aus den Krankenanstalten zu übernehmen", so Lehner weiter. Falls sich die Situation ändere, würden die SVS-Reha-Einrichtungen zur Entlastung des Gesundheitssystems zur Verfügung stehen. "Für dieses Szenario gibt es eine relativ kurze Vorlaufzeit", so Lehner.

PVA bezüglich Wiederaufnahmebetrieb noch zurückhaltend

Die PVA als bei weitem größter Betreiber von Rehazentren ist da noch zurückhaltender. Überlegungen bezüglich Rückkehr zur Normalität fänden zwar bereits statt, hieß es schriftlich zur APA, intern bereite man auch alle Maßnahmen für einen Neubeginn vor: "Jedoch kann eine gesicherte Aussage über einen Wiederaufnahmebetrieb frühestens Anfang bis Mitte Mai getroffen werden, da derzeit noch sämtliche Verordnungen der Bundesregierung aufrecht sind."

Derzeit seien die Rehabilitationszentren der PVA als Notspitäler im Betrieb, wobei die Auslastung je nach Region unterschiedlich stark ausgeprägt sei. Vor allem das Rehabilitationszentrum Großgmain, aber auch Bad Schallerbach, Hochegg und Saalfelden übernehmen demnach viele Patienten aus den umliegenden Spitälern.

AUVA rechnet mit Betrieb im Laufe des Mai

Bei der AUVA mit ihren vier Reha-Einrichtungen geht man davon aus, den Betrieb im Laufe des Mai schrittweise wieder hochfahren zu können. Derzeit seien dort weniger als 100 Patienten untergebracht. Dasselbe gelte auch für die Unfallkrankenhäuser, wo man ab 4. Mai wieder mit geplanten Operationen beginnen will. In Salzburg hat die AUVA zuletzt die gesamte Traumaversorgung für die Region übernommen, wogegen die Spitäler des Landes für sämtliche Covid-19-Fälle zuständig waren.

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(APA/Red)

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