Red Bull und Novomatic wollen Essl-Sammlung nicht

Hochkarätige Sammlung schwer verkäuflich
Hochkarätige Sammlung schwer verkäuflich
Die zwei reichsten Österreicher, Red-Bull-Chef Dietrich Mateschitz und Novomatic-Eigentümer Johannes Graf, wollen die renommierte Kunstsammlung des bauMax-Gründer Karlheinz Essl nicht kaufen. Essl will seine Sammlung an die Republik Österreich um den Buchwert von 86 Mio. Euro verkaufen, um die von ihm im Jahr 1976 gegründete Baumarktkette zu retten.


“Es besteht kein Interesse die Kunstsammlung zu kaufen”, hieß es von Red Bull auf APA-Anfrage am Montag. Auch für den niederösterreichischen Glücksspielkonzern Novomatic ist ein Kauf der Kunstsammlung mit knapp 7.000 Werken kein Thema: “Entsprechende Überlegungen gibt es nicht”, sagte Novomatic-Sprecher Hannes Reichmann zur APA.

Für kommenden Mittwoch ist ein bauMax-Krisengipfel unter der Leitung von Kulturminister Josef Ostermayer (SPÖ) angesetzt. Der schwer angeschlagene Baumarktkonzern mit Sitz in Klosterneuburg (NÖ) beschäftigt rund 9.000 Mitarbeiter, davon 4.000 in Österreich. Neben Essl und den Gläubigerbanken werden auch das Wirtschafts-, Sozial- und Finanzministerium am Verhandlungstisch sitzen.

Die Republik Österreich befindet sich in einer veritablen Zwickmühle, weil sie für einen bauMax-Kredit in der kolportierten Höhe von 72 Mio. Euro haftet. Im Rahmen des Unternehmensliquiditätsstärkungsgesetzes (ULSG) hatte bauMax in der Wirtschaftskrise 2009 einen Kredit mit Staatshaftung erhalten. Mit dem Hinweis auf das Bankgeheimnis wollte sich das Finanzministerium dazu heute nicht äußern, die Baumarktkette hat einen entsprechenden Kredit mit Staatshaftung bestätigt ohne Zahlen zu nennen.

Per Ende 2013 beliefen sich die Haftungen des Bundes im Rahmen von ULSG-Krediten noch auf 392 Mio. Euro, darunter sollen sich laut Medienberichten auch Kredite an die angeschlagenen Unternehmen Bene und Holland Blumen Mark befinden. Im Jahr 2010 waren noch ULSG-Kredite in der Höhe von 1,3 Mrd. Euro ausständig.

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