Reaktionen zur Auslosung der weiteren Gruppen

Gesammelte Reaktionen zur Auslosung der Gruppen A, C, und D für die EURO 2008:

Fatih Terim (Technischer Direktor Türkei): „Nach der Gruppe C ist unsere Gruppe A vielleicht die schwierigste, weil alle Teams stark sind. Das erste Match gegen Portugal wird zweifellos schwierig, aber wir wollen einen erfolgreichen Auftakt. Man darf keinen Gegner unterschätzen.“

Marco Van Basten (Teamchef Niederlande): „Das wird schwierig. Nennen Sie diese Gruppe wie sie wollen, es ist jedenfalls die schwierigste bei dieser EURO. Wir spielen wieder gegen die Rumänen, die uns in der Qualifikation vor große Probleme gestellt haben. Gegen Italien und Frankreich wissen wir, was uns erwartet.“

Otto Rehhagel (Teamchef von Titelverteidiger Griechenland): „Alle Mannschaften, die sich qualifiziert haben, sind erstklassig, somit werden also alle Spiele schwer. Jetzt zu spekulieren bringt nichts, wichtig ist nur, dass ich meine Leute gesund an den Start bringe, dann wird man weitersehen. Ich habe früher schon mit Werder Bremen viele Spiele gegen russische bzw. sowjetische Mannschaften wie Spartak Moskau gemacht. Das sind perfekt ausgebildete Fußballer. Und was 2004 war, zählt nicht mehr hier, die EM findet 2008 statt.“

Lars Lagerbäck (Teamchef Schweden): „Das ist ein schwere Gruppe, wir werden aber unser Bestes geben, um ins Viertelfinale zu kommen. Spanien zählt zu den besten Teams in Europa. Es ist deshalb sicher von Vorteil, dass wir auch in der EM-Qualifikation schon gegen sie gespielt haben.“
Luis Aragones (Teamchef Spanien): „Das ist eine sehr anspruchsvolle Gruppe. Im Gegensatz zu 2004 ist diesmal Schweden anstelle von Portugal dabei. Die anderen drei Teams sind alle schon Europameister geworden, das zeigt, wie ausgeglichen diese Gruppe ist.“

Guus Hiddink (Teamchef Russland): „Gegen Griechenland habe ich schon gespielt, als ich noch australischer Teamchef war. Es gibt zwar keinen Außenseiter in dieser Gruppe. Aber ich denke die anderen drei Teams sind froh, dass sie uns als Gegner haben. Doch uns genügt die Qualifikation nicht, wir wollen auch hier überraschen und ins Viertelfinale kommen.“


Luiz Felipe Scolari (Teamchef Portugal/Gruppe A): „Es ist eine ausgewogene Gruppe. Kein Team gilt als Favorit. Wir müssen alle Gegner respektieren. Alle Trainer in dieser Gruppe sind sehr erfahren und das ist schon einmal hilfreich. Ich hoffe, dass es eine faire Gruppe wird mit guten Spielen. Man wird sehen, wer von unserer Erfahrung am meisten profitiert.“

Karel Brückner (Teamchef Tschechien/Gruppe A): „Alle an der EURO 2008 teilnehmenden Teams haben ihre eigenen Qualitäten und ich will nicht spekulieren, ob die Auslosung nun gut oder schlecht ist. Ich sage aber, dass ich zufrieden sein werde, wenn wir weiterkommen sollten.“

Köbi Kuhn (Teamchef Schweiz/Gruppe A): „Es gibt kein Problem zwischen der Schweiz und der Türkei. Viele schauen immer noch auf Dinge, die schon lange vergessen sind. Wir werden ein faires Spiel sehen, ohne Probleme mit Zuschauern.“

Roberto Donadoni (Teamchef Italien/Gruppe C): „Wir haben es selbst in der Hand, gewisse Spiele für uns leicht zu machen. Wir hatten auf mehr Losglück gehofft, aber es ist okay so. Ich hatte schon so eine Vorahnung, dass wir eine schwere Gruppe bekommen werden. Wir werden diese Herausforderung gelassen angehen. Vor dem Duell mit Frankreich keine neue Polemik aufkommen zu lassen, hängt vom guten Willen beider Seiten ab. Unsere bisherigen Duelle gehören der Vergangenheit an und zählen jetzt nicht mehr. In mir weckt der Gruppengegner Frankreich keine besonderen Gefühle.“

Marcello Lippi (Weltmeistertrainer Italien): „Bei der WM-Auslosung hatten wir Glück, diesmal ein bisschen weniger, aber das macht nichts. Italien ist stark, wir sollten gelassen bleiben. Wenn alle Spieler fit sind, haben wir gegen keinen Gegner Probleme.“

Victor Piturca (Teamchef Rumänien/Gruppe C): „Es ist die schwierigste, aber auch die schönste Gruppe. Das ist vielleicht entweder unser Glück oder unser Unglück. Rumänien hat bereits gegen sehr starke Gegner gezeigt, dass sie schlagbar sind. Ich hoffe, dass wir in der besten physischen und psychischen Form sein werden, um das Niveau der Gruppe zu überschreiten. Ich bin überzeugt, dass es machbar ist.“

Raymond Domenech (Teamchef Frankreich): „Ich denke, dass ich nicht glücklicher bin, als die anderen Trainer. Keiner von uns wird sich freuen, in solch einer Gruppe zu sein. Ich muss sagen, dass die Setzung der Gruppen verrückt ist wenn Italien als Weltmeister nicht im ersten Topf steht. Ich hätte auch lieber in Österreich als der Schweiz gespielt, weil wir dort weniger gestört worden wären. Ich bin nicht glücklich, weil nichts von dem, was ich wollte, geklappt hat.“

Petr Cech (Teamtormann Tschechien): „Ich denke, dass alle Gruppengegner (Schweiz, Portugal, Türkei) schlagbar sind. Es ist eine interessante Gruppe, wir können mit dieser Auslosung zufrieden sein. Die Schweizer Mannschaft ist im Aufschwung, außerdem wird sie daheim spielen. Aber es ist nicht schlecht, das erste Spiel gegen die Schweiz zu spielen, denn ihr Spiel könnte von der Nervosität beeinflusst sein. Die Türken sind traditionelle Teilnehmer an großen Turnieren. Was Portugal betrifft, das ist ein ein sehr attraktiver Gegner. Dieses Spiel ist außerdem ein spezielles für mich, weil ich auf meine Chelsea-Vereinskollegen Ricardo Carvalho und Paulo Ferreira treffen werde.“

Jan Koller (Teamstürmer Tschechien): „Die Schweizer werden von einer großen Unterstützung profitieren, stehen aber auch unter enormem Druck. Bei der EURO 2004 haben wir vier Tage gewartet, um das erste Spiel zu spielen, dieses Mal spielen wir das Eröffnungsmatch. So ist es viel besser. Jede Mannschaft in dieser Gruppe kann sich qualifizieren, aber natürlich ist Portugal Favorit.“

Tranquillo Barnetta (Spieler Schweiz): „Die Gruppe ist sicher schwierig und die Gegner stark, aber das sind ja eh alle bei einer EM. Ich denke, dass die Aufgaben für uns lösbar sind. Dass wir wieder auf die Türken treffen, ist für mich kein Problem. Es wird ein völlig anderes Spiel als in Istanbul. Wir spielen zu Hause vor unseren Fans.“

Alex Frei (Spieler Schweiz): „Es freut mich, dass ich im Eröffnungsspiel gegen Torhüter Petr Cech antreten kann. Wir kennen uns aus der gemeinsamen Zeit bei Rennes. In dieser Gruppe ist der Weg ins Viertelfinale machbar. Portugal ist eine Wundertüte. Sie können einer der großen Favoriten sein, aber auch ein Team, das in der Vorrunde ohne Punkt ausscheidet. Bei der Türkei habe ich irgendwie gespürt, dass sie unser Gegner sein werden. Nur hätte ich gedacht, dass das gleich im Eröffnungsspiel der Fall sein wird. Wegen der Vorkommnisse von Istanbul habe ich keine schlechten Gefühle. Das ist längst vorbei. Vor der Zeremonie habe ich noch Fatih Terim gesehen. Wir haben uns herzlich begrüßt. Allerdings kann ich verstehen, wenn es für die direkt involvierten Spieler wie Benjamin Huggel, Marco Streller oder Stephane Grichting noch immer unangenehm ist.“

Johan Vonlanthen (Spieler Schweiz): „Das erste Spiel ist sehr wichtig. Mit unseren drei Gegnern können wir zufrieden sein, auch wenn es schon sehr speziell ist, gegen die Türkei zu spielen. Speziell wird diese Partie sicher auch, weil viele türkische Fans im Stadion sein werden. Aber es ist ok. Wenn ich die anderen Gruppen sehe, dürfen wir uns nicht beklagen.”

(Text: APA)

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