Reaktionen auf Vassilakous Ausweitungsvorschläge

Die erste Bilanz von Wiens Verkehrsstadträtin Maria Vassilakou zur Parkpickerlausweitung hat ÖVP-Landesgeschäftsführer Alfred Hoch zu einer unmissverständlichen Schlussfolgerung veranlasst. Vassilakou ist endgültig von allen guten Geistern verlassen””, zog Hoch seinerseits am Freitag in einer Aussendung Bilanz. Von einer sensationellen Wirkung zu sprechen, sei ein “Schlag ins Gesicht der leidgeprüften Bevölkerung” und entbehre jeder Grundlage.
Währing im Visier der Ausweitung
Hoch ging auch Vassilakous Kritik am schwarzen Währinger Bezirksvorsteher Karl Homole gegen den Strich: “Es ist zudem einer Stadträtin nicht würdig, einen verantwortungsvollen Bezirksvorsteher, der den Währinger Bürgerinnen und Bürgern zur Mitsprache verholfen hat und im Gegensatz zur rot-grünen Stadtregierung ein anderes Demokratieverständnis an den Tag legt, derartig zu attackieren.” SPÖ-Verkehrssprecher Karlheinz Hora gab der Verkehrsstadträtin hingegen Rückendeckung und nahm ebenso Homole ins Visier. Dieser lasse die Währinger Bevölkerung im Regen stehen, weshalb seine Tage in der Politik bald gezählt sein würden, warnte der rote Mandatar. Sein Appell: Homole solle seine Gesprächsverweigerung gegenüber der Stadt beenden.
Vassilakou “realitätsfremd und arrogant”
Auch der verkehrsclub ÖAMTC kritisiert die Stadträtin scharf: “Auf die neue Parkplatzmisere in den verbleibenden gebührenfreien Bereichen mit einer nochmaligen Ausdehnung des bereits gescheiterten Systems reagieren zu wollen, ist kurzsichtig und arrogant gegenüber den Anrainern und Pendlern”, ärgert sich Oliver Schmerold. “Zusätzlich wird im 18. Wiener Gemeindebezirk offensichtlich ein parteipolitisch motivierter Streit auf dem Rücken der Bürger ausgefochten.” (APA/ Red.)