Raubopfer zückte selbst Gaspistole: Drei Täter geschnappt

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Ziemlich verblüfft dürften drei mutmaßliche Räuber am vergangenen Montag in Wien-Landstraße gewesen sein: Als sie mit vorgehaltener Gaspistole von einem Lokalbesitzer Geld forderten, zückte ihr Opfer selbst eine solche Waffe und gab zwei Schüsse ab.

Die anschließende Flucht zweier Täter über ein Toilettenfenster endete in einem von Mauern umgebenen Lichthof, wo sie wenig später festgenommen wurden. Der dritte Verdächtige konnte gestern, Donnerstag, verhaftet werden, so die Bundespolizeidirektion am Freitag.

Die drei Männer kamen rund eine halbe Stunde vor ihrem missglückten Raubversuch in das Gasthaus in der Fasangasse. Als gegen 0.15 Uhr die meisten Gäste gegangen und nur noch zwei anwesend waren, zog der 18-jährige Ömer E. eine Gaspistole und bedrohte damit den Lokalbesitzer. Dieser fackelte nicht lang und schoss zwei Mal mit seiner eigenen Waffe in die Luft.

Während der 21-jährige Serbe Serdar Y. aus dem Lokal flüchtete, schlossen sich seine beiden Komplizen, der 18-jährige Ömer E. und der gleichaltrige Leutrim K., im WC ein und kletterten von dort in den Lichthof. Die dort gefangenen Burschen dürften sogar recht erleichtert gewesen sein, als sie schließlich von alarmierten Beamten abgeholt wurden: “Sie dachten, dass der Lokalbesitzer ihren Freund erschossen hatte”, so eine Polizeisprecherin zur APA.

Die beiden 18-Jährigen zeigten sich geständig, als Motiv nannten sie Geldmangel und Spielsucht. Schließlich wurde auch ihr Komplize ausgeforscht und am Donnerstag gegen 8.15 Uhr in seiner Wohnung in Wien-Landstraße festgenommen. Das glücklose Trio wurde in die Justizanstalt Josefstadt eingeliefert.

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