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Rassismus-Vorwurf: Kamasi Washington brach Konzert in Wiener Arena ab

Rassismus gegenüber seinem Vater sorgte für den Konzertabbruch.
Rassismus gegenüber seinem Vater sorgte für den Konzertabbruch. ©APA/AFP/GETTY IMAGES/Frederick M. Brown
Am Montag hätte Kamasi Washington ein Konzert in der Wiener Arena geben sollen. Grund für die Absage war ein rassistischer Angriff eines Security-Mitarbeiters gegenüber seinem Vater.

Eklat in der Wiener Arena: Der afroamerikanische Jazz-Star Kamasi Washington hätte gestern, Montag, ein Konzert geben sollen. Statt mit Musik startete der 38-Jährige jedoch mit einem Statement: Sein Vater sei beim Einlass von einem Security-Mitarbeiter rassistisch angegriffen worden, weswegen er das Konzert absagen werde. Laut "Wiener Zeitung" spielte er mit "Truth" jedoch ein Stück.

Konzert abgebrochen: Tickets werden refundiert

Auf Twitter, wo der Vorfall für rege Diskussionen sorgt, entschuldigte sich der Veranstalter Barracuda Music ("The Nova Jazz & Blues Night"): "Wie auch immer es zu den erwähnten Vorkommnissen kam, wir stehen für ein friedliches und respektvolles Miteinander." Gekaufte Tickets werden an den jeweiligen Vorverkaufsstellen refundiert. Die Arena Wien kündigte ein Statement für Dienstagnachmittag an.

Konzertabsage nach Rassismus-Vorwurf: Arena Wien entschuldigt sich

Nach der Konzertabsage des afroamerikanischen Jazzmusikers Kamasi Washington am gestrigen Montagabend hat sich die Arena Wien in einem Statement entschuldigt. Der Künstler hatte seinen Auftritt kurzfristig abgesagt, nachdem sein Vater sich durch einen Security-Mann rassistisch beschimpft gefühlt hatte. Der Vorwurf des Rassismus habe vonseiten Washingtons aber zu keiner Zeit im Raum gestanden, wird zugleich betont.

Der Vater habe die Halle kurz nach 19 Uhr über den Publikumszugang betreten wollen, wobei ihm der Securitymitarbeiter den Einlass verwehrte, da er keinen Pass, Ausweis oder eine Zutrittsberechtigung vorweisen konnte. "Darauf hat dieser sehr aufbrausend reagiert und den Mitarbeiter an der Tür angeschrien und mit Beschimpfungen a la 'stupid punk ass bitch' betitelt", wie es seitens der Arena heißt. "Der Security kann nicht jede*n Musiker*in bzw. jedes Tourmitglied kennen oder erkennen", so die Arena weiter. Daher gebe es im Vorfeld angefertigte Berechtigungskarten, die der Vater jedoch nicht habe vorweisen können.

Auseinandersetzung eskaliert: Niemand wurde verletzt

"Die Situation hat sich bedauerlicherweise hochgeschaukelt und beide Parteien sind unnötig laut geworden", so die Arena in einer Aussendung. Am Ende sei es "zu einem gegenseitigen Anrempeln zwischen Kamasi Washingtons Vater und einem Arena-Security-Mitarbeiter" gekommen. Dabei hält man fest, dass keine Personen geschlagen oder verletzt wurden und niemand gestürzt sei.

In der folgenden Diskussion und in Gesprächen zwischen Kamasi Washington, dem Tourmanager, sowie Verantwortlichen seitens des Veranstalters "Barracuda Music" und der Arena Wien habe der Vater gemeint, dass er eine Entschuldigung seitens des Securitys erwarte und dass er bei dieser bereit wäre, den Vorfall abzuhaken. Kamasi Washington habe zudem verlangt, dass der betreffende Security-Mitarbeiter des Geländes verwiesen werden solle. "Es folgte eine Entschuldigung des Security-Mitarbeiters und nach einer kurzen Dienstbesprechung hat der Mitarbeiter das Gelände verlassen", so die Arena.

Band spielte nur einen Song

Dieser "unglückliche Vorfall" habe schließlich dazu geführt, dass die Band den geplanten Auftritt nicht mehr spielen wollte und nach einer kurzen Erklärung auf der Bühne nur einen Song spielte. Allerdings fordere die Gruppe nun die gesamte Gage, hieß es vonseiten der Arena gegenüber der APA, worüber nun auch gesprochen werde.

Zum Thema Rassismus hält die Arena fest: "Struktureller Rassismus ist ein Problem. In unserer auch erst kürzeren Vergangenheit haben wir uns immer gegen Rassismus, Sexismus und Faschismus gestellt", heißt es. Die Arena habe sich einen Ruf als Location erarbeitet, "der als klar antifaschistisch" gelte. "Dennoch sind natürlich auch wir nicht gegen Vorwürfe, mit rassistischen Motiven zu agieren, gefeit. Die Vorfälle sind für uns sehr bedauerlich. Für uns zählt die Aufarbeitung des Vorfalls. Besonders intern. Als Verein ist uns die kritische Selbstreflexion dabei sehr wichtig."

Arena Wien: Barumsatz wird gespendet

Neben der Rückerstattung der Ticketgelder werde die Arena Wien zudem den gesamten Barumsatz des gestrigen Abends an eine wohltätige Organisation spenden. Auf Twitter, wo der Vorfall für rege Diskussionen sorgt, hatte sich bereits der Veranstalter Barracuda Music ("The Nova Jazz & Blues Night") für die Geschehnisse entschuldigt: "Wie auch immer es zu den erwähnten Vorkommnissen kam, wir stehen für ein friedliches und respektvolles Miteinander."

(APA/Red)

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