Rapids Meisterstück

Österreichs Fußball-Rekordmeister SK Rapid Wien ist zum 32. Mal Meister. Die Wiener zogen am Sonntag im mit 18.400 Zuschauern ausverkauften Hanappi-Stadion gegen SCR Altach ein Lehrspiel auf und gewannen klar mit 3:0 (3:0). Bilder vom Spiel  | Mehr Bilder vom Spiel  Bilder von der Meisterfeier im Hanappi-Stadion! 

> Matchdaten
> Reaktionen

Branko Boskovic (7.), Stefan Maierhofer (10.) und Erwin Hoffer (31.) sorgten schon vor der Pause für klare Verhältnisse. In der Tabelle liegen die Hütteldorfer (66 Punkte) nach ihrem sechsten Sieg in Serie (Torverhältnis: 20:3) eine Runde vor Schluss uneinholbar vor Red Bull Salzburg (62) in Front. Die Altacher sicherten sich trotzdem den Klassenerhalt.

Die Spieler wurden von den 18.400 Fans, darunter auch 50 mitgereiste Altach-Anhänger, mit einer beeindruckenden Choreographie – das ganze Stadion war in grün-weiß sowie teilweise rot-blau in Anlehnung an die Clubfarben getaucht – empfangen. Die Wiener waren mit dem großen Ziel vor Augen bis in die Haarspitzen motiviert und von Beginn an tonangebend und brandgefährlich. Hoffer kam glücklich an den Ball, sein Schuss fiel aber zu schwach aus (2.).

Die Vorarlberger, die vor der Pause keinen einzigen echten Torschuss verzeichneten, waren völlig überfordert, vor allem Schmid stand gegen Ümit Korkmaz auf verlorenem Posten. Der 22-Jährige tankte sich auf der rechten Seite gegen den Rechtsverteidiger durch und sein Zuspiel donnerte Boskovic genau unter die Latte (7. Min./8. Saisontor). Drei Minuten später ließ Korkmaz bei einem sehenswerten Dribbling nicht nur Schmid, sondern auch Kirchler alt aussehen, und diesmal stand Maierhofer, der den Ball aus fünf Metern über die Linie drückte, goldrichtig (10./7. Saisontor in elftem Spiel).

Damit war die Gegenwehr der Altacher endgültig gebrochen und die Rapidler lieferten dem Publikum im letzten Heimmatch der Saison eine tolle Show, bei der auch ein Hoffer-Tor nicht fehlen durfte. Der Jungstürmer, der erst kürzlich seinen Vertrag bis 2011 verlängert hatte, machte sich am Strafraum Platz und schoss unhaltbar für Altach-Goalie Michl mit links genau ins lange Eck (31./9. Tor). Die Pacult-Elf gab sich damit aber nicht zufrieden, drückte weiter. Korkmaz (32.) und Hofmann (44./Freistoß) verfehlten das Gehäuse knapp, dazu parierte Michl einen von Hofmann kurz abgespielten Dober-Freistoß (36.).

Nach dem Seitenwechsel flaute die Partie etwas ab, die Altacher schafften es nicht gefährlich zu werden, die Wiener waren aufgrund der klaren Führung nicht mehr so effizient und konsequent wie vor der Pause. Die Vorarlberger standen noch dazu sehr tief und machten es für die Wiener schwierig ein weiteres Tor zu erzielen. Auf der anderen Seite kamen die Vorarlberger nur einmal einem Ehrentreffer wirklich nahe: Manfred Pamminger tauchte alleine vor Rapid-Goalie Helge Payer auf, scheiterte jedoch am ÖFB-Teamkeeper (67.).

In der Schlussphase sorgte Pamminger, der nach einer Tätlichkeit gegen Andreas Dober ausgeschlossen wurde, noch für einen negativen Höhepunkt (83.). Die Altacher, die durch die klare 0:5-Heimniederlage von Wacker Innsbruck gegen Mattersburg gerettet sind, sind damit in der Fremde schon seit zehn Spielen sieglos. Die Wiener, denen die Revanche für die 0:2-Heimniederlage im direkten Duell im Herbst gelang, konnten mit ihrem bereits siebenten Heimsieg in Serie den Meistertitel bejubeln.

Kommentare
Kommentare
Grund der Meldung
  • Werbung
  • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
  • Persönliche Daten veröffentlicht
Noch 1000 Zeichen