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Rapid wirft Aston Villa raus!

©EPA
Rapid Wien gelang im Rückspiel der Europa League Qualifikation die Sensation: Die Hütteldorfer warfen als erste österreichische Mannschaft in der Geschichte mit Aston Villa einen englischen Vertreter aus dem Europacup. Eine 2:1-Niederlage reichte zum Aufstieg.
Bilder vom Spiel

Im Gegensatz zum Hinspiel (0:1) setzte Villa-Trainer Martin O’Neill beim Rückspiel im heimischen VillaPark seine Stars ein. Der Bulgare Stilian Petrov und der Norweger John Carew liefen auf. Rapids Trainer Peter Pacult brachte ein 4-5-1-System, nur eine echte Spitze (Jelavic) und dahinter die Flügelzange Trimmel-Drazan.

Rapid versteckte sich im VillaPark von Birmingham von Anfang an nicht, versuchte mitzuspielen und hatte nach 21 Minuten die erste gute Gelegenheit: Kapitän Steffen Hofmann zirkelte den Ball nach einem Freistoß aus 20 Metern am Kreuzeck vorbei. Doch langsam wurde der Druck von Aston Villa größer, vor allem der schnelle Ashley Young sorgte von links immer wieder für Gefahr.

Der Druck der Gastgeber schien sich in der 30. Minute erstmals in Zählbares zu verwandeln: Dober scheiterte mit einem Foulversuch an Young, der in den Strafraum zog und dort von Heikkinen umgerissen wurde – der Schiedrichter entschied auf Elfmeter, zeigte Dober anschließend noch Gelb. Der gefoulte Young trat selbst zum Strafstoß an, doch sein Schuss fiel zu zentral aus – Payer hielt den Ball sicher!

Im VillaPark von Birmingham waren plötzlich nur noch die Rapid-Fans zu hören. Doch nur wenig später fast eine Kopie der Szene zuvor: Wieder ging Young in den Strafraum, diesmal war Dober wieder zur Stelle – leider aus der Sicht der Grünweißen, denn der Rapid-Außenverteidiger beging ein unnötiges Elfer-Foul. Dober hatte Glück, dass er nicht mit Gelb-Rot vom Platz flog. Diesmal trat James Milner zum Penalty an und verwertete sicher.

Rapid kam mit viel Elan aus der Kabine und hatte nach wenigen Minuten die Chance auf den Ausgleich: Kapitän Steffen Hofmann zog aus 10 Metern ab, Villa-Goalie Brad Guzan war geschlagen, doch Carlos Cuellar rettete auf der Linie (48.). Auf der anderen Seite setzte John Carew einen Fersler nach Heskey-Stanglpass nur knapp am langen Eck vorbei. Kurz darauf machte es der Norweger besser. Carew ließ Rapid-Neuverpflichtung Ragnvald Soma mit einem einfachen Haken mühelos aussteigen und traf an Payer vorbei ins kurze Eck zum 2:0 für Aston Villa (53.).

Rapid brauchte nun ein Tor, um weiterzukommen – und in der Folge spielten auch nur noch die Gäste. Trainer Pacult brachte den zuletzt von ihm scharf kritisierten Stefan Maierhofer für Christopher Trimmel. Aston Villa lauerte auf Konter und vertraute darauf, dass Ashley Young mit der Abwehr der Wiener beinahe machen konnte, was er wollte: Der 24-jährige Engländer vernaschte zwei Rapidler, seinen Schuss aus spitzem Winkel konnte Payer gerade noch parieren (69.).

Kurz vor der Rapid-Viertelstunde die größte Chance der Grünweißen: Nach Drazan-Hereingabe schlug Guzan Maierhofers Fallrückzieher nur kurz weg, Jelavic brachte den freien Ball aber nicht im leeren Tor unter. Nur Sekunden später sollte Jelavic alles wieder gut machen. Hofmann setzte Katzer mit einem perfekten Pass in Szene, Goalie Guzan konnte dessen Schuss zwar parieren, aber Jelavic staubte zum 2:1 ab (76.).

Den Matchball für Rapid versemmelten schließlich Jelavic und Hofmann. Nach Kopfballvorlage von Maierhofer scheiterte erst Jelavic aus kürzester Distanz an Guzan, den Abpraller jagte Hofmann aus wenigen Metern weit übers Tor (85.). Die letzten Minuten zitterten sich die Grünweißen über die Zeit, es reichte! Die Mannschaft feierte mit den 1.400 mitgereisten Rapid-Fans, die das ganze Spiel über unglaubliche Stimmung gemacht hatten und den Villa-Support in deren Heimstadion ratlos und staunend zurückließen.

Peter Pacult (Rapid-Trainer): “Das war wahrscheinlich eine der schönsten Niederlagen, die Rapid jemals erlitten hat. Der Aufstieg war nicht unverdient. Wir sind in den ersten 30 Minuten gut gestanden und nach dem 0:2, wo wir alles riskieren mussten, sind dann auch die Chancen gekommen. Dass man gegen einen Premier-League-Club so besteht, kann man sich nur wünschen. Es gehört Klasse dazu, einen Premier-League-Verein auszuschalten, und die haben wir bewiesen.”

Markus Katzer (Rapid-Verteidiger): “Aston Villa ist eine Klassemannschaft. Dass wir die ausschalten, war nicht zu erwarten, aber wir haben zwei gute Tage erwischt und sind verdient weitergekommen.”

Nikica Jelavic (Rapid-Torschütze): “Es ist immer etwas Besonderes, gegen so eine Mannschaft wie Aston Villa zu treffen. Aber es ist nicht wichtig, wer die Tore macht. Ich weiß, ich habe auch große Chancen vergeben.”

Helge Payer (Rapid-Tormann): “Wir fühlen uns mörderisch. Wir haben gewusst, wenn wir ein Tor machen, dann sind wir weiter. Ich habe zwar einen Elfer gehalten, aber jeder hat hundertprozentigen Anteil am Aufstieg. Wir wollen diesen Erfolg jetzt einfach genießen.”

Martin O’Neill (Aston-Villa-Trainer): “Wir hätten in die Gruppenphase einziehen müssen. Ich bin unglaublich enttäuscht, dass wir es nicht geschafft haben. Wir hätten den Sack zumachen müssen, aber es war einfach unglücklich. Sie haben bei 2:0 einigen Druck ausgeübt, aber ich denke, dass wir genügend Chancen auf das 3:0 gehabt hätten. Das hätte den Deckel draufgemacht.”

Aston Villa – SK Rapid 2:1 (1:0)
Villa Park Birmingham, 23.563, SR Carlos Velasco Carballo/ESP
Hinspiel 0:1 – Rapid bei einem Gesamtscore von 2:2 aufgrund der Auswärtstorregel in der Gruppenphase.

Tore: 1:0 (38.) Milner (Elfmeter), 2:0 (53.) Carew, 2:1 (76.) Jelavic

Aston Villa: Guzan – Beye, Cuellar, Davies (83. Lowrie), Shorey – Milner, Delph (86. Albrighton), Petrow, A. Young – Heskey (82. Agbonlahor), Carew
Rapid: Payer – Dober, Soma, Patocka, Katzer – Trimmel (56. Trimmel), Heikkinen, Hofmann, Pehlivan, Drazan – Jelavic (87. Boskovic)

Gelbe Karten: Young, Carew, Cuellar bzw. Dober (nächste Partie gesperrt), Payer
Die Besten: Young, Carew, Milner bzw. Hofmann, Heikkinen, Payer

Anmerkung: In der 31. Minute hielt Payer einen Foulelfer von Young.
Auslosung der Gruppenphase am Freitag um 13.00 Uhr in Monaco, 1. Runde am 17. September.

Martin Ucik

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