Rapid Wien gegen Sturm Graz: Die Stimmen zum Spiel

Der Druck von Rapid kam meist nur von der Seitenlinie.
Der Druck von Rapid kam meist nur von der Seitenlinie. ©APA/HANS PUNZ
Rapid hat sich im Kampf um den Vizemeistertitel in der Fußball-Bundesliga keine Luft verschaffen können. Damit bleibt es bei einem engen Dreikampf um Rang zwei. Die Grazer lauern weiter drei Zähler hinter Rapid.
Torflaute bei Rapid gegen Graz
Rapid Wien gegen Sturm Graz

Wien. Das geht am Mittwoch in der ersten englischen Runde der Meistergruppe in Pasching über die Bühne. "Es ist jedem bewusst, dass wir eine große Möglichkeit gehabt haben, uns mit einem Sieg abzusetzen, aber im Leben weiß man nicht was passiert. Es gibt immer einen Gegner, der hat es definitiv gut gemacht und wir haben nicht das abgerufen, was wir können. So ist der Fußball, der ist nicht immer wunderbar", trauerte Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer dem verpassten Sieg nach.

Rapid ohne nötigen Druck

Der wäre im letzten Spiel der 25. Runde nicht gerechtfertigt gewesen. Den Hütteldorfern fehlte in einer zerfahrenen Partie mit vielen Fehlpässen auf beiden Seiten über weite Strecken die Durchschlagskraft, das Chancenverhältnis hielt sich trotz einer Roten Karte für Sturm-Angreifer Kelvin Yeboah in der 39. Minute ziemlich die Waage. "Wir haben den Ball sehr langsam zirkulieren lassen, nicht den nötigen Punch gehabt, um zu einem Tor zu kommen", resümierte Kühbauer.

Dietmar Kühbauer (Rapid-Trainer): "Sturm hat mit einem Mann weniger versucht, hinten dicht zu machen. Wir hatten einfach zu wenig Bewegung in unseren Aktionen. Wir haben Sturm im Spiel drin lassen, das hätte nicht passieren dürfen, war eher eine schlechte Leistung von uns. Das kann man kritisieren. Wir hatten Möglichkeiten, aber in Überzahl hätten wir es besser ausspielen müssen. Das war nicht das, was man für einen Sieg braucht. Das wissen die Spieler auch. In der zweiten Halbzeit waren dann viele Fouls. Mir wäre es fast lieber gewesen, wenn alle zu elf gespielt hätten. Dann wären nicht so viele Fouls passiert."

Sturm mit einem Mann weniger

Christian Ilzer (Sturm-Trainer): "Ich denke wir waren schnell und gut im Spiel drinnen und hatten gleich eine Topchance. Umso länger das Spiel gedauert hat, umso besser waren wir drin. Bis der Schiedsrichter etwas dagegen gehabt hat und das Spiel massiv verändert hat. Es war ein tiefer Ball, Strebinger kommt raus und Yeboah - der ein fantastisches Spiel gemacht hat - geht einfach auf den Ball. Es war eine klare Fehlentscheidung, maximal eine Gelbe Karte. Bei der Aktion an Kiteishvili kann man über Elfmeter diskutieren. Wir haben in Unterzahl versucht, die Räume eng zu halten. Aber wir wollten auch auf ein Tor spielen. Das hat die Mannschaft überragend gemacht, da hätte sie sich mehr verdient."

Jakob Jantscher (Sturm-Stürmer): "Durch die Rote Karte war das Spiel zerfahren. Wenn wir zu elft fertig gespielt hätten, wäre viel drin gewesen. Wir haben auch in Unterzahl Möglichkeiten vorgefunden. Was mich ärgert war die Argumentation des Schiedsrichters für die Rote Karte. Er hat gesagt, er (Yeboah, Anm.) hat ihn mit dem Fuß am Kopf getroffen. Ich glaube nicht, dass das so war."


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