Ungenutzte Chancen: Torflaute bei Rapid Wien gegen Sturm Graz

Rapid Wien kam zuhause gegen Sturm Graz über ein 0:0 nicht hinaus.
Rapid Wien kam zuhause gegen Sturm Graz über ein 0:0 nicht hinaus. ©APA/HANS PUNZ
Mit dem 0:0-Unentschieden gegen Sturm Graz verlor Rapid am Sonntag weiter Boden auf Meistergruppen-Spitzenreiter Red Bull Salzburg. Bis zum Schluss kämpften beide Teams auf den "Lucky Punch", der jedoch nicht fallen wollte.
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Rapid hat Sturm Graz vorerst auf Distanz gehalten. Zum Abschluss der dritten Runde in der Meistergruppe der Fußball-Bundesliga trennten sich der Zweite aus Wien und der Vierte aus der Steiermark in Hütteldorf mit einem 0:0-Remis.

Kein Sieger bei Rapid gegen Sturm: Rennen um Vize-Titel weiter offen

Sturm spielte nach einer Roten Karte für Kelvin Yeboah (39.) über eine Halbzeit lang in Unterzahl. Die Steirer liegen in der Tabelle damit weiter drei Zähler hinter den Grünweißen. Der LASK hat als Dritter nur noch einen Zähler Vorsprung auf Sturm.

Rapid verlor weiter Boden auf Spitzenreiter Salzburg. Der am Sonntag gegen den LASK siegreich gebliebene Meister baute den Vorsprung auf den ersten Verfolger auf neun Punkte aus. Weiter geht es in der Meistergruppe am Mittwoch. Rapid gastiert dann beim LASK, Sturm spielt daheim gegen den WAC.

Beide Teams gingen notgedrungen mit Veränderungen in der Verteidigung ins Spiel. Bei Rapid rückte Dejan Ljubicic in die Abwehrzentrale, da Mateo Barac (Zehenverletzung) ebenso wie der gesperrte Maximilian Hofmann ausfiel. Bei Sturm begann Niklas Geyrhofer, weil Gregory Wüthrich angeschlagen fehlte. Die Steirer setzten auf ihren schnellen Angriff. Kelvin Yeboah und Jakob Jantscher sollten Räume schaffen.

Turbulenter Beginn, aber insgesamt zerfahrenes Spiel

Der Beginn war turbulent. Thorsten Schicks Volley nach nicht einmal zwei Minuten Spielzeit ging aus guter Position deutlich daneben. Auf der Gegenseite verlor Taxiarchis Fountas leichtfertig den Ball, Otar Kiteishvili fand Jantscher, der aber an Richard Strebinger scheiterte (5.). Rapids Schlussmann war nach dem Kopftreffer kurz benommen. Was danach folgte war ein intensives, aber zerfahrenes Spiel. Spielerisch lieferten die Mannschaften wenig ab. Nach einer halben Stunde nahm jedoch die Dramatik zu.

Zunächst war es Rapid durch Schick, der bei der besten Chance der ersten 45 Minuten nach einem ideal gespielten Konter über Marcel Ritzmaier und Fountas an Jörg Siebenhandl hängen blieb (30.). Dann folgten die Auftritte von Yeboah. Der 20-Jährige - den auch Dietmar Kühbauer gern verpflichtet hätte - erwies sich als kaum zu halten. Nach seiner Vorarbeit kam Andreas Kuen aus 13 Metern völlig frei zum Abschluss, Filip Stojkovic warf sich dazwischen (34.). Eine Minute später zog Yeboah selbst ab, Strebinger war gerade noch zur Stelle.

Starke Sturm-Abwehr vereitelte Chancen von Rapid Wien

Der Aufreger der Partie beendete aber den Arbeitstag des Angreifers vorzeitig. Nach einem weiten Ball kam Strebinger aus dem Strafraum und klärte vor Yeboah per Kopf. Der Grazer hielt den Fuß hin. Nach dem Zusammenstoß zeigte Schiedsrichter Stefan Ebner schließlich Yeboah Rot. Auch wenn das Foul des Ghanaers unumstritten war, war es eine harte Entscheidung. Sturm-Trainer Christian Ilzer war an der Seitenlinie über die Entscheidung des Unparteiischen sicht- und hörbar erzürnt.

Sturm zog sich trotz numerischer Unterlegenheit nicht zurück und war zu Beginn der zweiten Halbzeit das aktivere Team. Die Grazer forderten nach einem Vorstoß über Kiteishvili in der 62. Minute auch Elfmeter, nachdem Stojkovic den Georgier im Tackling auch am Knöchel getroffen hatte. Bei Rapid war da schon Yusuf Demir im Spiel. Der 17-Jährige sollte mehr Linie ins Offensivspiel bringen. Rapid baute mitunter Druck auf, Sturm lieferte aber eine kollektiv gute Vorstellung ab und ließ Ercan Kara und Co. kaum zur Geltung kommen. Tief in der Nachspielzeit hatte der eingewechselte Christoph Knasmüllner doch noch die Chance, sein Halbvolley aus wenigen Metern ging aber über das Gehäuse.

(APA/Red)

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