Rapid und Austria wollen Aufwärtstrend im Derby bestätigen

Die Wiener Fußball-Großclubs Rapid und Austria wollen den jeweiligen Aufwärtstrend der vergangenen Wochen auch am Sonntag (17:00 Uhr) im 250. Meisterschafts-Derby bestätigen.

Sowohl die Grün-Weißen (1:0 in Altach) als auch die Violetten (1:0 in Ried) gehen mit einem Auswärtssieg im Gepäck in das insgesamt 282. Duell der Erzrivalen. Während die Gäste aus Favoriten mit drei Remis und einem Dreipunkter noch ungeschlagen sind, halten die Hütteldorfer bei einer Partie weniger und zwei Siegen bzw. einer Niederlage.

Das 17.500 Zuschauer fassende Hanappi-Stadion ist bis auf die Osttribüne (Austria-Sektor) bereits seit einer Woche ausverkauft und geht es nach den Trainern, dürfen sie sich auf einiges gefasst machen. Austria-Coach Georg Zellhofer kündigte etwa an: „Es wird ein Match mit offenen Visieren. Die Saison ist noch jung, eine ’Mauerei’ kann ich mir nicht vorstellen.“ Einschränkend fügte der Oberösterreicher, der schon Linzer, Grazer (als Sturm-Spieler) und Wiener Derbys erlebt hat, an: „Ich kann auswärts gegen Rapid natürlich auch mit einem Punkt leben.“

Die Woche vor dem großen Schlager war laut Zellhofer „lang“, wurde aber gut genutzt: „Wir haben gut trainiert und man spürt natürlich auch schon die Derby-Stimmung. Das sind zwei absolute Traditionsvereine, das Spiel ist in der Stadt Gesprächsthema. Von solchen Partien lebt der Fußball.“ Vieles spricht dafür, dass Zellhofer der siegreichen Elf von Ried das Vertrauen schenken wird. Acimovic wird wohl wieder hinter „Knipser“ Kuljic die Position einer hängenden Spitze einnehmen.

„Acimovic ist natürlich ein Spieler mit guten Ideen, der eine Partie entscheiden kann“, hofft der Austria-Coach, der mit der bisherigen Saison „bis auf die LASK-Partie“ alles andere als unzufrieden ist.

Sein Gegenüber, Rapid-Coach Peter Pacult, kann vor dem Prestigeduell aus dem Vollen schöpfen, trotz englischer Wochen sind alle Spieler fit. „Entscheidend wird sein, wie wir die letzten Wochen verarbeitet haben. Aber es muss in den Köpfen der Spieler sein, dass ich mit dem unbedingten Ziel ins Derby gehe, dieses auch zu gewinnen.“ Als psychologischen Vorteil ortete Pacult den Umstand, dass das Violetten beim letzten Auftritt in Hütteldorf Anfang Mai eine empfindliche 0:3-Abfuhr erlitten. Während damals vom „Abstiegsderby“ gesprochen wurde, wären beide Teams nun im Aufwind.

„Die Mannschaft ist noch ungeschlagen, hat sich mit dem Sieg in Ried Luft verschafft“, urteilte Pacult über den violetten Kontrahenten, bei dem sich Kuljic zuletzt in Hochform präsentierte. „Die ganz Austria-Mannschaft hat Qualität, man darf sie nicht nur an einem Spieler messen“, meinte der Rapid-Coach, der mit Zellhofers Aufstellungsvariante mit Kuljic/Acimovic rechnet.

Nicht unbedingt glücklich zeigt sich der 47-Jährige, der seinen letzten Derby-Treffer im violetten Trikot erzielt hatte (4:1, Oktober 2005), über die Wahl von Konrad Plautz als Unparteiischem: „Das ist nichts Persönliches, aber die Besetzung erfolgt zu kurz aufeinander.“ Plautz hatte erst am 25. Juli die 2:3-Niederlage der Grün-Weißen in Mattersburg gepfiffen, Rapid-Regisseur Hofmann war dabei oft ruppig in die Mangel genommen worden. „Hofmann ist zuletzt oft Opfer von Fouls geworden, die nicht in Ordnung waren. Solche Spieler muss man vor Attacken besser schützen.“

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