Rapid schießt Austria mit 6:0 aus der Halle

Die Wiener Austria verabschiedet sich mit einer blamablen 0:6-Niederlage im Derby gegen Rapid von allen Stadthallen-Titelträumen.

Die Elf von Coach Karl Daxbacher verlor am Samstag nach einem 2:3 gegen die Vienna auch das große Wiener Derby gegen Lokalrivale Rapid zum Abschluss des ersten Turniertages völlig verdient mit 0:6.

Die Hütteldorfer blieben als einziges Team ohne Gegentreffer blieben und treffen im Halbfinale auf den Wiener Sportklub.
Die Violetten spielen im weiteren Turnierverlauf keine Rolle mehr und spielen am Sonntag im Duell der Verlierer gegen den LASK und gegen den letzten Platz.

Das große Wiener Derby war eine glasklare Angelegenheit für Rapid. Die Austria, der nur ein Sieg gegen den Erzrivalen zum Weiterkommen verholfen hätte, strahlte keine Gefährlichkeit aus. Rapid kombinierte nach der 2:0-Führung durch Ketelaer (9.) und Dober (11.) sehenswert. Hoffer (13., 21.), Sandic (18.), der mit einer starken Leistung eine Talentprobe abgab, und Pehlivan (23.) schossen die Pacult-Truppe schließlich zu einem komfortablen und hochverdienten 6:0-Sieg.

Zahlreiche Austria-Fans verließen aus Enttäuschung über den wenig inspirierten Kick des Stadthallen-Rekordsiegers vorzeitig die ausverkaufte Halle. Andere Gefühle herrschten bei Grün-Weiß: Rapids Stefan Kulovits war von der Stimmung beeindruckt, “80 Prozent Rapid-Fans in der Halle, was soll ich mehr sagen”. Torschütze Pehlivan fehlten fast die Worte. “Ein Wahnsinnsgefühl”, rang das Talent aus der Hütteldorfer Nachwuchsschmiede um Beschreibendes.

 

Zum Spieler des Tages wurde Rapid-Goalie Raimund Hedl gewählt, der in beiden Spielen ohne Gegentor geblieben war. Der “Evergreen” hatte aber noch nicht genug: “Jetzt will ich auch noch ein Tor schiessen”, erklärte Hedl. Hedls Wunsch ist gar nicht so abwegig. Als Tormann hatte sich der Hütteldorfer bereits in der Vergangenheit des Turniers in die Schützenliste eintragen können.

Gesenkten Hauptes schlichen die Violetten nach der Derby-Klatsche vom Parkett. Austria Kapitän Majstorovic brachte es auf den Punkt: “Uns hat die Aggressivität und die Bewegung gänzlich gefehlt. Das war kein Hallenfußball. Das Fehlen von Acimovic und Bazina darf keine Ausrede sein, denn bei Rapid waren mit Hofmann und Boskovic auch wichtige Spieler nicht dabei. Jetzt müssen wir wenigstens gegen den LASK gewinnen, damit wir nicht Letzter werden. Sonst droht die totale Katastrophe.”

Austria-Schlussmann Böcskör, der 2005 Turniersieger und zum besten Tormann gewählt worden war (damals im Dress von Mattersburg), war tief enttäuscht: “Wir waren grottenschlecht. In der Kabine hängen die Köpfe tief. Wir möchten uns bei den Fans entschuldigen. Zumindest morgen möchten wir 100 Prozent abrufen.”

Rapid – Austria 6:0 (2:0)
Tore: Ketelaer (9.), Dober (11.), Hoffer (13., 21.), Sandic (18.), Pehlivan (22.).
Blaue Karten: Sulimani, Okotie

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