Rapid: Maierhofer ziert sich - Gartler kommt

Seine Personalie ist derzeit die am meisten diskutierte beim neuen Meister. Sturmtank Stefan Maierhofer hatte im Frühjahr mit sieben Toren gehörigen Anteil am 32. Titel des SK Rapid.

Ob der 25-Jährige aber auch in der kommenden Saison für den Rekordchampion stürmt, liegt in erster Linie an ihm selbst. Maierhofer pokert um einen möglichen Vertrag in der deutschen Bundesliga und lässt den Angriff damit zur einzigen Rapid-Baustelle für die kommende Saison werden.

Eine Personalentscheidung haben die Hütteldorfer aber bereits getroffen. Nach der Vertragsverlängerung mit Erwin Hoffer wird Leihstürmer Rene Gartler vom FC Lustenau zurückgeholt. Der 22-Jährige führt mit 18 Treffern die Schützenliste der Red Zac Erste Liga an. “Er hat in Lustenau eine sehr gute Entwicklung gemacht”, meinte Rapid-Trainer Peter Pacult. “Und er ist auch als Persönlichkeit gereift”, ergänzte Sportdirektor Alfred Hörtnagl. “Er wird nächstes Jahr einer unserer Stürmer sein.”

Wer die anderen sind, ist allerdings unklar. Denn auch mit Mario Bazina ist noch keine Einigung erzielt. Bei Maierhofer, dessen Leihvertrag mit Greuther Fürth ausläuft, hängt Rapid in der Warteschleife. Einerseits spießt es sich an der Ablösesumme, andererseits will sich Maierhofer den Weg ins Ausland nicht verbauen. “Ich muss noch ein wenig abwarten”, erklärte der 2,02 Meter große Stürmer, der am Donnerstag von Teamchef Josef Hickersberger in den Großkader für die EURO 2008 berufen worden war.

Die EURO will Maierhofer – der Mann mit dem schier unglaublichen Selbstvertrauen – als Sprungbrett nützen. Ewig will sich Rapid aber nicht gedulden, zumal auch nach Alternativen Ausschau gehalten werden muss. “Man kann nicht nur auf eine Karte setzen”, erklärte Pacult, der nach Saisonende ablösefreie Stürmer beobachtet. “Zuerst muss der Spieler wissen, was er will. Er kennt meinen Standpunkt, ich kenne seinen. In nächster Zeit wird eine Entscheidung fallen.” Am 10. Mai will Pacult seinen Kader zum Großteil beisammen haben.

Sportdirektor Hörtnagl erwartet von Maierhofer ebenfalls in naher Zukunft eine “Grundsatzentscheidung”. “Wenn er die Zielsetzung hat, für Rapid zu spielen, dann werden wir eine Lösung finden. Denn er ist unser Wunschspieler Nummer eins”, erklärte der Tiroler, der laufend mit Fürth in Kontakt steht. Der deutsche Zweitligist, bei dem Maierhofer bis 2009 unter Vertrag steht, hat als Fünfter noch intakte Aufstiegschancen. Das Montag-Gastspiel beim direkten Konkurrenten in Freiburg könnte vorentscheidend werden.

An der Philosophie, junge Spieler zum Zweck der Weiterentwicklung zu verleihen, will Rapid laut Hörtnagl festhalten. Neben Christopher Frank und Stephan Palla ist auch Fabiano dafür ein Thema. “Es gibt Interessenten für ihn”, bestätigte Hörtnagl. Auch Leihverträge mit direkten Konkurrenten in der Bundesliga seien denkbar. Zuletzt hatten die Hütteldorfer Routinier Martin Hiden für ein halbes Jahr nach Kärnten verliehen. Ob der ÖFB-Teamspieler im Sommer zu Rapid zurückkehrt, ist vorerst weiter unklar.

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