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Rang zwei: "Revanche" von Kathrin Zettel

Maria Riesch hat am Sonntag mit dem Riesenvor­sprung von 1,15 Sekunden auf die Österreicherin Kathrin Zettel auch in Marburg und damit ihren vierten Slalom in Folge gewonnen. Slalombilder 

Der vierte Slalomsieg in Folge ist der Deutschen Maria Riesch am Sonntag beim Weltcup in Marburg nicht zu nehmen gewesen, doch die Niederösterreicherin Kathrin Zettel durfte sich trotz noch nicht ganz überstandener Magenprobleme über den hervorragenden zweiten Platz freuen. Platz drei ging an die Finnin Tanja Poutiainen, Michaela Kirchgasser, die Zweite noch verbliebene Toptechnikerin im ÖSV-Damenteam, brachte mit dem siebenten Rang ihr bestes Saisonergebnis in dieser Disziplin ins Ziel.

 

Die 24-jährige Riesch, die bereits nach dem ersten Durchgang einen Vorsprung von 1,29 Sekunden auf die Halbzeitzweite Zettel hatte und am Ende mit einem Polster von 1,15 gewann, baute damit auch die Weltcupführungen aus, im Slalom hat sie 160 Zähler Vorsprung auf die US-Amerikanerin Lindsey Vonn, im Rennen um die Große Kristallkugel 85 auf Poutiainen. Vonn und die Schwedin Anja Pärson hatten am Sonntag ex aequo den vierten Platz belegt, wobei sich Vonn mit Laufbestzeit noch von 18 auf 4 katapultierte. Für Riesch war es der zehnte Weltcupsieg, als erste Deutsche seit Christa Zechmeister in der Saison 1973/74 hat sie vier Weltcup-Slaloms in Folge gewonnen.

“Das ist eine halbe Ewigkeit”, hatte ÖSV-Damencheftrainer Herbert Mandl nach dem ersten Lauf von Riesch gemeint. Im Finale legte die Rennläuferin aus Garmisch-Partenkirchen dann einen halben Sicherheitslauf hin, der aber immer noch die dritte Laufzeit bedeutete: “Da habe ich nicht mehr alles riskiert, weil ich so eine großen Vorsprung hatte”, sagte die einstige Speed-Spezialistin Riesch. “Es läuft einfach wie am Schnürchen, ich habe einfach ein Mega-Selbstvertrauen im Moment. Ich fahre einfach drauf los, das Schwung-Timing passt.” Auch kleine Fehler bringen Riesch nicht aus der Ruhe, so korrigierte sie im ersten Lauf eine Rückenlage, ohne Speed zu verlieren.

Zweimal die zweitbeste Laufzeit brachte Zettel ins Ziel. “Der erste war solide, nicht am Limit. Der zweite war auch nicht perfekt. Aber ich bin sehr zufrieden heute, darauf kann ich aufbauen”, sagte die Österreicherin, die nach der Magenerkrankung noch unter Müdigkeit und Schwäche litt, sich aber körperlich besser als noch beim Riesentorlauf am Samstag (Elfte) fühlte. Endlich und nach einiger Tüftelei scheint sie auch den richtigen Schuh gefunden zu haben, auf dem Semmering, in Zagreb und nun in Marburg waren es jeweils andere gewesen, die sie trug. “Sicher kann das auch in die Hose gehen, aber man muss was riskieren, sonst wird man nicht schneller. Da muss man flexibel sein. Ich habe mich heute sehr wohl gefühlt.”

Die zweifache Saisonsiegerin im Riesentorlauf wartet noch auf den ersten Slalomsieg ihrer Karriere, angeklopft hätte sie aber nun bereits öfters. “Ich habe auch viel Zeit in das Slalomtraining investiert. Ich würde sagen, das war heute eine Kampfansage in Richtung WM”, meinte die Niederösterreicherin selbstbewusst. “Normalerweise bin ich keine, die sich selbst Druck macht. Aber heute traue ich mich das zu sagen.”

Nicht ganz zufrieden war Kirchgasser, aber wichtig ist ihr, dass sie endlich ein anständiges Resultat zu Buche stehen hat. “Ich bin froh, dass ich den ersten Lauf Mal runtergebracht und die guten Trainingsleistungen umgesetzt habe. Es ist weit besser als zuletzt und Top Ten, das passt”, sagte die Salzburgerin.

Die weiteren Österreicherinnen waren im Finale nicht dabei. Carmen Thalmann (41.), Anna Fenninger (45.), Elisabeth Görgl (53.) und Karin Hackl (65.) hatten die Qualifikation für den zweiten Durchgang klar verpasst, Bernadette Schild, Katrin Triendl und Verena Höllbacher waren ausgeschieden.

Der Damen-Weltcup macht nun in Österreich Station, in Altenmarkt/Zauchensee steht bereits am Mittwoch das erste von drei Abfahrtstrainings auf dem Programm. Die Super-Kombination geht am Samstag (10:45 Uhr/14:00), die Abfahrt am Sonntag (11.15 Uhr) in Szene. Zettel wird über ein Antreten in der Super-Kombination nach einem weiteren ärztlichen Check entscheiden.

 

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