Ramazzotti brachte Wiener zum Träumen

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Im Zuge seiner Welttournee hat der italienische Popprinz auch in Wien Halt gemacht und die Wiener Stadthalle zum Beben gebracht. Mit einer Mischung aus alten und neuen Songs hat er sein Publikum zum Mitsingen und Träumen eingeladen.
Bilder vom Konzert
Video: Eros in Wien

Eros Ramazzotti kann auch heute noch die Wiener Stadthalle komplett füllen. Geschickt platzierte er bei seinem Österreich-Konzert gestern, Donnerstag, alte Hits wie “L’Aurora” mitten in die Lieder seines jüngsten Albums “Ali e radici” (“Flügel und Wurzeln”, Sony BMG), zu dessen Promotion er gerade durch die Welt tingelt. Und der Sänger bietet, wofür ihn seine Fans lieben: Gefühl, Musik samt kitschiger Animationen mit Eros als kleinem Prinz des italienischen Schmusepops.

Die elf Lieder des neuen Albums sollen zum Träumen einladen, sagte Ramazzotti im Interview mit der APA im Mai vergangenen Jahres. Vielleicht ist das der Grund für die kitschigen Animationen, auf denen Eros Ramazzotti auf einer Erdkugel die Frau auf der anderen Planetenkugel anschmachtet, während er auf einer Bühne zwischen Baucontainern in legerer Jeans und T-Shirt von Liebe und großer Emotion singt.

Seit mehr als zwanzig Jahren ist der Italiener überaus erfolgreich im Popbusiness tätig, weltweit hat der Sänger rund 50 Millionen Tonträger verkauft. Hits wie “L’Aurora”, “Dove c’è musica” oder “Un emozione per sempre” bringen auch Jahre später wie am Donnerstagabend in der Wiener Stadthalle die Menge zum mitsingen und mitschunkeln. Bei manchen neuen Nummern tun sich die Besucher des Konzerts schon schwerer. Mit Liedern wie “Non possiamo chiudere gli occhi” (Wir dürfen nicht wegschauen) möchte er aber auch ein bisschen aufrütteln. An diesen Stellen des Konzerts wird der Sänger etwas leiser, dazwischen fängt er an, sich selbst nicht ganz so ernst zu nehmen und gewinnt dadurch an ungewohnter Selbstironie. Ein Lied des neuen Albums kommt sogar an die früheren Hits heran: “Parla con me” (Sprich mit mir) ist ein Ohrwurm und auch das Lied, das schon mindestens die halbe Stadthalle mitsingen kann.

Was auch immer man von Eros Ramazzotti halten mag, er scheint allen Besuchern ein bisschen Italo-Kitsch mit nach Hause gegeben zu haben. Nach mehr als zwei Stunden Konzert schließt der Barde mit “Più bella cosa”. Wenn das Menschen einen seligen Ausdruck auf das Gesicht zaubert, Paare verliebt davon schlendern lässt, warum also eigentlich nicht?

Eros Ramazzotti beflügelt die Wiener Stadthalle:

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