Page 1Page 1 CopyGroupGroupPage 1Combined ShapePage 1Combined ShapePage 1Triangle Page 1 VNVorarlberger Nachrichten Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1 Rectangle 9 Combined ShapeCombined ShapePage 1Page 1Page 1Page 1Page 1AAAAPage 1 Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1Page 1

Radfahren gute Ausdauersportart

©Bilderbox
Mit den ersten Sonnenstrahlen treten auch wieder mehr Radfahrer in die Pedale. Wer sein Rad häufiger gebraucht, sollte wissen, wie man am besten fährt, damit die Bewegung dem Körper richtig gut tut.

Für das optimale Hobby-Radeln sind drei Dinge wesentlich: der “runde Tritt”, die richtige Trittfrequenz und die richtige Sitzposition, erklärte Hans Joachim Latta, Oberarzt im Orthopädischen Spital Speising, im APA-Gespräch.

Der ambitionierte Hobbyradler sollte immer gleichmäßige Belastung durchführen – das würde der “runde Tritt” bezeichnen: Bei Klick-Pedalen, mit denen der Schuh des Fahrers fest mit dem Pedal verbunden ist, muss man nicht nur treten, sondern auch ziehen: “Das kann man üben, in dem man mit nur einem Bein fährt”, so Latta. So werde mehr Muskulatur – auch Bauchmuskulatur und Wirbelsäule – gleichmäßig beansprucht; es werde mehr Energie verbraucht und somit Ausdauer und Leistung zunehmen. Das wiederum habe positive Auswirkungen auf Herz, Kreislauf und Atmung, erklärte der Oberarzt.

Die richtige Trittfrequenz des Hobbysportlers, um Überlastungssymptomen vorzubeugen, sollte zwischen 80 und 100 Pedalumdrehungen pro Minute liegen. Die meisten hätten einen wesentlich niedrigeren Wert, was einen hohen Kraftaufwand bedeute: “Man muss umso mehr in die Pedale treten”, erklärte der Experte. Das wiederum könne zu einer Überlastung von Kniegelenken und Muskulatur führen. Entgegenwirken könne man z. B. durch das Einlegen eines entsprechenden Gangs, man könnte auch mitzählen, um auf die richtige Anzahl zu kommen. “Mit der Zeit bekommt man auch ein Gefühl dafür”, sagte Latta.

Bei der richtigen Sitzposition sollte der fleißige Radler darauf achten, dass die Arme nicht durchgestreckt sind: “Gerade beim Anfänger sieht man das oft”, meinte der Experte. So würden Stöße auf Hände, Arme, Schultern und den Nackenbereich übertragen. Generell gelte, Sattel- ist Lenkerhöhe.

Generell sei Radfahren einer der besten Ausdauersportarten: Es sei gut geeignet auch für Ältere, Übergewichtige und Gelenkgeschädigte sowie eine gute Alternative zum Nordic Walking, erklärte Latta. Verletzungen an sich würden hauptsächlich durch Stürze verursacht. Für Stressgeplagte sei der Tritt in die Pedale zeitaufwendiger als z. B. laufen: Der Kalorienverbrauch in einer Stunde Ausdauerlaufen komme ungefähr auf den Verbrauch von zwei Stunden Rad fahren.

Wichtig sei, dass das Fahrrad richtig eingestellt ist, meinte Andreas Kranzl vom Labor für Gang- und Bewegungsanalyse am Orthopädischen Spital Speising. “Man sollte immer langsam starten, auf die Sicherheitsmaßnahmen achten und mit Helm fahren”, so Kranzl. Eine gute Ausrüstung sei von Vorteil. Eventuelle Schmerzen sollte man abklären lassen, meinte der Sportwissenschafter.

Lassen sich z, B. Knieschmerzen ärztlich nicht feststellen, kann man seinen Radfahrstil nun im Labor mit einem speziellen Testprogramm überprüfen lassen. “Wir schauen uns die Bewegung des Probanden am eigenen Rad dreidimensional an”, erklärte Kranzl. Die Bewegung der einzelnen Gelenke wird über einen PC analysiert und ausgewertet. So könne festgestellt werden, was man falsch macht, so der Experte. Dann könnte man Lösungsvorschläge machen und den Schmerzen auf die Spur kommen.

  • VIENNA.AT
  • Gesundheit
  • Radfahren gute Ausdauersportart
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen