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Putin zu Gast bei Kneissl-Hochzeit: "Provokation mit europäischer Dimension"

Putins Teilnahme an Kneissls Hochzeit sorgt international für Aufsehen.
Putins Teilnahme an Kneissls Hochzeit sorgt international für Aufsehen. ©AFP (Sujet)
Die Teilnahme des russischen Präsidenten Wladimir Putin an der Hochzeit von Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) sorgt für einen innenpolitischen Hickhack in Österreich. Am Freitag lieferten sich die geschäftsführenden Klubobmänner von SPÖ und FPÖ, Andreas Schieder und Johann Gudenus, einen Schlagabtausch. "Da frage ich mich schon, ob Schieder nun, da es mit dem Bürgermeisteramt in Wien nichts geworden ist, versucht, sich ein neues Standbein als Wedding Planner aufzubauen", heißt es etwa von Gudenus. In Brüssel wird indes von einer "Provokation mit europäischer Dimension" gesprochen.
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Schieder kritisierte in einer Aussendung, dass Kneissl “ihre Privatangelegenheiten mit offiziellen Agenden der Republik Österreich vermischt”. Es gebe “einfach keine saubere Trennung von den Privatangelegenheiten” und den beruflichen Verpflichtungen der Ministerin, bemängelte er. “Wie soll man das verstehen, dass der russische Präsident zu einem ‘Arbeitsbesuch’ auf die Hochzeit der österreichischen Außenministerin eingeladen wird?”

Kneissl-Hochzeit: Schlagabtausch zwischen Schieder und Gudenus

Gudenus schlug umgehend per Aussendung zurück: “Es ist ja wohl an Überheblichkeit nicht mehr zu überbieten, wenn Schieder meint, er könne sich nun schon anmaßen, sich in die Hochzeitseinladungen von Privatpersonen einzumischen und daraus eine Staatskrise zu kreieren.”

“Da frage ich mich schon, ob Schieder nun, da es mit dem Bürgermeisteramt in Wien nichts geworden ist, versucht, sich ein neues Standbein als Wedding Planner aufzubauen”, ironisierte Gudenus, der auch geschäftsführender FPÖ-Landesparteiobmann in Wien ist. Schieder solle sich lieber “um die Skandale in der Wiener SPÖ zu kümmern, die von Milliardenpleiten im Wohnbau und Gesundheitswesen gezeichnet sind”. Der frühere Finanzstaatssekretär Schieder war im Jänner bei einer Kampfabstimmung um den Vorsitz der Wiener SPÖ gegen Michael Ludwig gescheitert und wurde damit auch nicht Nachfolger von Michael Häupl als Bürgermeister Wiens.

Regner: “Provokation mit europäischer Dimension”

Die Teilnahme des russischen Präsidenten Wladimir Putin an der Hochzeit von Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) ist von der SPÖ-Delegationsleiterin im Europaparlament, Evelyn Regner, scharf kritisiert worden. Das sei “eine Provokation mit europäischer Dimension”, kommentierte die Europaabgeordnete am Freitag die Einladung.

“Außenministerin Kneissl, die sich in Diplomatie üben sollte, inszeniert ihre eigene Hochzeit, um Putin zu hofieren. Vom Brückenbauer-Image verabschiedet man sich komplett”, meinte Regner. Es sei beschämend, welches Bild die österreichische Regierung während des Ratsvorsitzes an die EU-Partner ausschicke.

Ukrainischer Minister ätzt über Wiener Außenamt

Nach Kritik aus dem ukrainischen Parlament hat sich mit Außenminister Pawlo Klimkin auch ein Regierungsmitglied aus Kiew zum Besuch von Russlands Präsident Wladimir Putin bei der Hochzeit von Außenministerin Karin Kneissl (FPÖ) zur Wort gemeldet. Klimkin kritisierte am Freitagnachmittag auf Twitter die Versicherung des österreichischen Außenministeriums, der Besuch ändere den außenpolitischen Kurs Wiens nicht.

“Ich kommentiere das Gesellschaftsleben gewöhnlich nicht. Aber wenn sich das österreichische Außenministerium schon gezwungen sieht, sich angesichts eines ‘privaten’ Besuchs zu rechtfertigen und zu versichern, dass der außenpolitischen Kurs unverändert bleibt, dann ist das schon eine interessante neue Form, die ein trauriges Lächeln hervorruft”, schrieb Klimkin in seiner etwas kryptisch formulierten Wortmeldung.

Nachdem die Vorsitzende des außenpolitischen Ausschusses im ukrainischen Parlament, Hanna Hopko, am Mittwochabend erklärt hatte, dass Österreich mit der Hochzeiteinladung für Putin nun kein neutraler Vermittler in der Ukraine mehr sein könne, hatte Kneissls Ministerium dieser Einschätzung kategorisch widersprochen. “Es ist in erster Linie eine private Feier und ein persönlicher Besuch und daraus ergibt sich keine Änderung der außenpolitischen Positionierung Österreichs”, betonte ein Sprecher des Außenministeriums am Donnerstag gegenüber der APA.

(APA/Red.)

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