Prüfung zeigt: FPÖ-nahe Vereine spendeten nicht an Partei

Die Ibiza-Affäre rückte die Vereine ins mediale Interesse.
Die Ibiza-Affäre rückte die Vereine ins mediale Interesse. ©APA/AFP/SPIEGEL and Sueddeutsche Zeitung/
Bei der Überprüfung der FPÖ-nahen Vereine  "Austria in Motion" und "Wirtschaft für Österreich" wurden bei den Zu- und Abgängen von den Konten keine Auffälligkeiten registriert.
FPÖ lässt Parteifinanzen prüfen
Strache entschuldigt sich bei Unternehmen

Wirtschaftsprüfer haben die FPÖ-nahen Vereine “Austria in Motion” und “Wirtschaft für Österreich”, die im Zusammenhang mit der “Ibiza-Affäre” ins mediale Interesse gerückt sind, auf deren Verlangen hin überprüft. Die Gutachter fanden laut der der APA vorliegenden Kurzzusammenfassung (“Executive Summary”) seit deren Gründung keine Geldflüsse an die Freiheitlichen oder an eine Vorfeldorganisation.

Wirtschaftsprüfer nahmen FPÖ-nahe Vereine unter die Lupe

Der zurückgetretene FP-Chef Heinz-Christian Strache hatte in dem 2017 heimlich mitgeschnittenen Video erzählt, dass Immobilieninvestor Rene Benko, Heidi Goëss-Horten, Gaston Glock und der Glücksspielkonzern Novomatic über einen gemeinnützigen Verein Geld verdeckt an die FPÖ spendeten.

In den Verdacht gerieten daraufhin die von Personen aus dem Parteiumfeld aufgebauten Vereine “Austria in Motion” und “Wirtschaft für Österreich”. Ersterer hat laut dem Kurzbericht per 24.05.2019 341.274,62 Euro am Konto, was laut Wirtschaftsprüfern den eingegangenen Spenden entspricht. Bei “Wirtschaft in Österreich” lag der Saldo des Bankkontos per 23.05.2019 bei 119.037,46 Euro.

Keine weiteren Bankkonten existent

Die Wirtschaftsprüfer stießen dem Bericht zufolge auf keine Eingänge der im Ibiza-Video genannten Personen und Firmen. Wer dem Verein gespendet hat, geht aus den Kurzzusammenfassungen aber auch nicht hervor.

In beiden Fällen hätten die jeweiligen Banken der Vereine zudem bestätigt, dass keine weiteren Bankkonten, weder im In- noch im Ausland, existierten – und zwar seit deren Bestehen, heißt es in dem Bericht. Zudem hätten die Banken erklärt, dass darüber hinaus keine Sparbücher, Depots, Garantien, Haftungen etc. weder zugunsten noch zulasten der Vereine bestehen oder bestanden.

Auch bei den Abgängen von den Vereinskonten fanden die Wirtschaftsprüfer keine Auffälligkeiten. Sämtliche Abgänge seien als Sach- und Personalaufwand oder als Ausgaben zur “Erfüllung des Vereinszweckes” zu qualifizieren gewesen.

>> Hier geht’s zum Nationalratswahl-Special

(APA/Red)

  • VIENNA.AT
  • Wien
  • Prüfung zeigt: FPÖ-nahe Vereine spendeten nicht an Partei
  • Kommentare
    Kommentare
    Grund der Meldung
    • Werbung
    • Verstoß gegen Nutzungsbedingungen
    • Persönliche Daten veröffentlicht
    Noch 1000 Zeichen