Prozess um OPEC-Anschlag: Sonja Suder brachte Waffen nach Wien

Ex-Terrorist Klein sagte vor Gericht aus, Sonjy Suder habe die Waffen für den OPEC-Anschlag nach Wien gebracht.
Ex-Terrorist Klein sagte vor Gericht aus, Sonjy Suder habe die Waffen für den OPEC-Anschlag nach Wien gebracht. ©EPA
Ex-Terrorist Hans-Joachim Klein sagte am Freitag im Prozess um den OPEC-Anschlag 1975 in Wien vor dem Frankfurter Landgericht aus. Die Angeklagte Sonja Suder soll die Waffen, vor allem Kalaschnikows und Maschinenpistolen, nach Wien gebracht haben.
Prozess verzögert sich
Ex-Terrorist Klein vor Gericht

Die wegen des OPEC-Anschlags in Wien angeklagte Sonja Suder soll nach Aussage eines Zeugen bei den Vorbereitungen auf das Attentat geholfen haben. “Frau Suder brachte die Waffen am Nachmittag des 20. Dezember 1975 in unsere Wiener Wohnung”, sagte der Ex-Terrorist Hans-Joachim Klein am Freitag vor dem Frankfurter Landgericht. Es habe sich um Kalaschnikows und Maschinenpistolen gehandelt.

Zum Zeitpunkt des Anschlags vor fast 40 Jahren sei Suder dann schon wieder auf dem Rückweg gewesen. Klein selbst ist wegen des tödlichen Attentats schon in einem früheren Prozess verurteilt worden. Er gilt als Schlüsselzeuge der Anklage, die der 80-jährigen Suder unter anderem dreifachen Mord vorwirft.

OPEC-Anschlag in Wien: Prozess geht weiter

Suder wird zudem gemeinsam mit ihrem 71-jährigen Lebensgefährten Christian Gauger vorgeworfen, als Mitglied der linksextremen Revolutionären Zellen (RZ) an Sprengstoff- und Brandanschlägen beteiligt gewesen zu sein. Die beiden mutmaßlichen früheren RZ-Mitglieder waren 1978 nach Frankreich geflohen und 2011 nach Deutschland ausgeliefert worden.

Bei dem Überfall auf die OPEC-Konferenz in Wien waren 1975 Dutzende Menschen als Geiseln genommen und nach Algerien entführt worden, darunter mehrere Ölminister. Drei Menschen wurden getötet.

(APA/Red)

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