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Protest gegen Asyl- und Wohnpolitik: Haus in Wiener Innenstadt besetzt

Die Aktivisten protestierten gegen die österreichische Asylpolitik.
Die Aktivisten protestierten gegen die österreichische Asylpolitik. ©APA/GERALD MACKINGER
Am Montag wurde ein Haus in der Wiener Innenstadt besetzt. Aktivisten protestierten gegen die Asyl- und Wohnpolitik.

Im Zentrum Wiens ist es am Montag zu einer Hausbesetzung gekommen. Die Aktivisten enterten ein leer stehendes Haus am Rathaus-Platz mit ungefähr 50 Personen und hissten Transparente wie "Refugees welcome". Protestiert werden soll nicht nur gegen die Asylpolitik Österreichs, sondern auch gegen die Situation am Wohnungsmarkt mit Fokus auf das Thema Leerstand. Die Polizei bestätigte der APA einen entsprechenden Einsatz. Zu einer Räumung kam es bisher nicht.

Aktivisten tanzten am Balkon des Hauses

Am Balkon des Hauses tanzten Aktivisten - unter Einhaltung der Corona-Regeln: Sie trugen allesamt Masken. Das Gebäude war von ihnen auch mit Luftballons geschmückt worden. Eigentümer des Objekts ist eine Immobiliengesellschaft, wie ein Sprecher von Wohnbaustadträtin Kathrin Gaal (SPÖ) der APA auf Anfrage mitteilte.

Polizei löste Hausbesetzung auf

Die Polizei sah die Aktion als Versammlung. Da dabei "rechtswidrige Handlungen" gesetzt worden seien, sei die behördliche Auflösung veranlasst worden, teilte Polizeisprecherin Barbara Gass Montagabend mit. Die Aktivisten der Initiative "bleiberechtfüralle" folgten der Aufforderung über Lautsprecher allerdings nicht, auch "zuvor gesetzte Dialogversuche" der Polizei, die Versammlung freiwillig zu beeenden, seien ignoriert worden. Deshalb habe man die Kundgebung nach den Bestimmungen des Versammlungsgesetzes zwangsweise aufgelöst, hieß es in der Aussendung der Polizei.

Initiative "bleiberechtfüralle" demonstrierte

Die Initiative "bleiberechtfüralle" hatte mit der Aktion, wie es hieß, darauf hinweisen wollen, dass geflüchtete Menschen, die ein sicheres Zuhause suchten, auf unmenschliche Weise aus Österreich in Kriegs- und Krisengebiete abgeschoben würden, obwohl mitten in Wien Platz zur Verfügung stünde. Entsprechend hieß es auf dem größten Transparent: "Ob geflüchtet oder wohnungslos. Wir haben Platz, die Stadt ist groß!"

(APA/Red)

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