Projekt "Seestadt" in Aspern wird geprüft

Planungen für Aspern werden geprüft
Planungen für Aspern werden geprüft ©Foto: aspern-seestadt.at
Im 22. Bezirk entsteht in den nächsten 20 Jahren auf 240 Hektar die "Seestadt" Wiens, ein neuer Stadtteil für 20.000 Menschen. Das Projekt wird derzeit einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterzogen.

Innerhalb der kommenden 20 Jahre soll auf dem 240 Hektar großen Areal des Flugfeldes Aspern unter dem Titel “Die Seestadt Wiens” ein neuer Stadtteil entstehen. Im größten Stadtentwicklungsgebiet Österreichs sollen 8.500 Wohneinheiten für 20.000 Menschen und 15.000 Arbeitsplätze entstehen. Ab 2013 wird auch die U-Bahn-Linie U2 ins Areal führen.

Die städtebauliche Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) wird für das erste Teilgebiet der Stadtentwicklung im Südwesten des ehemaligen Flugfelds Aspern durchgeführt. In diesem Areal beginnt 2010 die erste Bauphase. Hier entstehen gemischt genutzte Gebiete mit Wohnungen, Geschäften für die Nahversorgung sowie Schulen, Büros, Betriebs- und Forschungseinrichtungen. Für den Nordteil von aspern Seestadt wird es zu einem späteren Zeitpunkt ein eigenes UVP-Verfahren geben.

Eine UVP für ein Städtebauvorhaben ist ab einer Nutzfläche von 100.000 Quadratmetern notwendig. Sie erfüllt den Zweck, mögliche Auswirkungen des Bauvorhabens auf Tiere und Pflanzen, Stadt- und Landschaftsbild, Verkehr, Luftschadstoffe, Bodenqualität, Grundwasser u. a. bereits im Vorfeld nach neuesten wissenschaftlichen Methoden zu überprüfen und negative Folgen für die Umwelt durch konkrete Maßnahmen zu vermeiden.

Umweltverträglichkeitserklärung (UVE) zur Prüfung eingereicht
Mehr als 30 Experten analysierten die “Seestadt” im Rahmen der UVE in den letzten Monaten auf Herz und Nieren, um Auswirkungen des Bauvorhabens auf die Umwelt zu beurteilen. Die Entwicklungsgesellschaft für die Seestadt, die Wien 3420 AG, zeichnet für die UVE im Bereich Städtebau verantwortlich, die MA 28 (Straßenverwaltung- und Straßenbau) für die UVE im Bereich Straßenbau. Gemeinsam hat man nun das umfangreiche Material an die prüfende Behörde, die Landesregierung Wien (MA 22), übermittelt.

“Über kaum einen anderen Bauplatz in Österreich werden Investoren und Anrainer derart umfassende Informationen vorfinden wie über das Entwicklungsgebiet aspern. Gleichzeitig können wir Auswirkungen des Bauvorhabens auf die Umwelt besser einschätzen und Maßnahmen setzen, um diese zu reduzieren und zu vermeiden”, sagt Josef Lueger, Prokurist bei der Wien 3420 AG.

“Die Überprüfung der Umweltauswirkungen bei der Entwicklung der Seestadt ist nicht nur eine rechtliche Notwendigkeit, sondern bedeutet auch eine große Chance für eine nachhaltige und zukunftsweisende Stadtentwicklung”, glaubt Lueger.

Web: www.aspern-seestadt.at

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