"PRO Rapid" soll Talente an Kampfmannschaft heranführen

Österreichs Fußball-Rekordmeister SK Rapid Wien hat unter dem Titel "PRO Rapid" ein neues Nachwuchsprojekt gestartet.

“Es ist ein tolles Projekt, dadurch kommt mehr Qualität in die Ausbildung”, betonte Rapids Sportdirektor und Projektleiter Alfred Hörtnagl. Von den Spartentrainern der Nachwuchsteams werden die besten 15- bis 19-Jährigen – insgesamt rund 15 bis 20 Talente – ausgesucht und in das Förderprogramm aufgenommen. “Unser Ziel ist es sehr gut ausgebildete Spieler, sehr rasch an die Kampfmannschaft heranzuführen. Sie sollen aber nicht nur Stammspieler werden, sondern darüber hinaus den Sprung ins Nationalteam und Ausland schaffen”, sagte Hörtnagl.


Das Projekt soll die Personalplanung bei den Hütteldorfern in der Zukunft erleichtern sowie eine absolute Planungssicherheit für das Budget bringen. “Es soll den Weg unterstützen, dass in Zukunft vermehrt junge Spieler den Weg in die Kampfmannschaft finden. Wir wollen Schritt für Schritt schauen, dass Spieler nachrücken”, meinte Hörtnagl. Auf eine bestimmte Zahl wie viele Akteure pro Jahr den Weg tatsächlich schaffen sollten, wollte sich Hörtnagl nicht festlegen und nur mit jungen Akteuren werden sich die “Grün-Weißen” auch in einigen Jahren nicht präsentieren. “Es soll weiterhin einen Stamm von routinierten und auch ausländischen Spielern geben, und rundherum sollen junge Spieler eingebaut werden”, verriet Hörtnagl.

Neben der fußballerischen Ausbildung erhalten die “Youngstars” auch eine Persönlichkeits- und Bewusstseinsbildung sowie ein Mental- und Medientraining. “Auch der Mensch steht im Mittelpunkt, Kommunikation ist ein wichtiger Teil”, wies Hörtnagl hin. Extra für das Projekt wurden externe Fachmänner wie Josef Wegeberger, Peter Elstner und Manfred Link hinzugezogen. Pro Woche absolvieren die Talente vier Einheiten zu je eineinhalb bis zwei Stunden, spielen werden sie aber nur in ihren jeweiligen Teams. “Sie sollen den Kontakt zur eigenen Mannschaft nicht verlieren”, betonte Hörtnagl.

Bei der Rekrutierung wird natürlich vordergründig auf die sportlichen Fähigkeiten, vor allem Schnelligkeit und Technik, Wert gelegt. “Spieler, die positiv auffallen, aber auch der Charakter ist wichtig”, erklärte der Rapid-Sportdirektor. Dazu werde man natürlich auch darauf achten, Spieler verschiedener Positionen in das Programm einzubauen. “Wir wollen eine Schattenmannschaft aufbauen.” Fixplatz für einmal integrierte Spieler gebe es keinen. “Es können Spieler wieder rausfallen und andere dazukommen. Das erhöht die Leistungsbereitschaft”, betonte Hörtnagl.

Sieben bis acht Vereinstrainer arbeiten ständig im Rahmen des Projekts, jeder davon hat seinen eigenen Verantwortungsbereich. “Wir wollen weg vom hierarchischen Denken zu einem Miteinander”, sagte Hörtnagl. Ein besonderer Dank der Wiener gilt der OMV, die das Projekt finanziell unterstützt. “Das Projekt ist ideal für uns, professionell angelegt und nachhaltig. Bei der OMV legen wir auch Wert auf Karriereplanung”, sagte Brigitte Mühlwisch, Head of Corporate Sponsorhip von OMV.

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