Privatisierung in Serbien teilweise gescheitert

Über ein Fünftel der seit 2001 in Serbien unternommenen Privatisierungen ist bisher gescheitert. Die Privatisierung von 388 Unternehmen sei wieder aufgehoben worden, teilte die serbische Privatisierungsagentur mit.

Alleine im Vorjahr seien 70 Kaufverträge annulliert worden, sagte die Agenturleiterin Vesna Dzinic laut der serbischen Nachrichtenagentur Tanjug.

Nach Angaben des Wirtschaftsministeriums sind bisher 1.796 staatliche Unternehmen privatisiert worden. Die Einnahmen beliefen sich auf 2,9 Mrd. Euro. Darüber hinaus wurden Investitionen im Wert von 1,4 Mrd. Euro sowie Sozialprogramme mit einem Gesamtvolumen von 280 Mio. Euro vereinbart.

Laut früheren Medienberichten wurden im Vorjahr insgesamt 232 Unternehmen verkauft. Die Verkaufserlöse beliefen sich auf insgesamt 250 Mio. Euro. Der Privatisierungsprozess soll noch heuer abgeschlossen werden. Rund 40 Unternehmen sollen mittels Tenderverfahren und weitere 300 bis 400 durch Versteigerungen privatisiert werden. Laut Schätzungen müssen etwa 600 Staatsfirmen zusperren.

Derzeit laufen noch zahlreiche Privatisierungsverfahren, so etwa für den Kupferproduzenten RTB im ostserbischen Bor, der bereits zum dritten Mal ausgeschrieben wurde. Der österreichische Industrielle Mirko Kovats, Chef des börsenotierten Mischkonzerns A-Tec, ist laut früheren Angaben nach wie vor an der Privatisierung von RTB Bor interessiert.

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