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Preis für "unpolitischste Theaterproduktion Wiens" 2020 für Regierung

Bundeskanzler Kurz wurde gleich viermal nominiert.
Bundeskanzler Kurz wurde gleich viermal nominiert. ©APA/GEORG HOCHMUTH
2020 geht der Preis für die "unpolitischste Theaterproduktion Wiens" nicht an Theaterereignisse sondern an die Regierung. Am 23. Oktober findet die Preisverleihung statt.

2020 ist alles anders. Das sehen auch Julius Deutschbauer und das Werk X so, die sich heuer zum zehnten Mal auf die Suche nach der "unpolitischsten Theaterproduktion Wiens" begeben. Allerdings werden dieses Mal nicht Theaterereignisse prämiert, sondern Pressekonferenzen und Interview-Aussagen der Bundesregierung während des Corona-Lockdowns. Die Preisverleihung findet am 23. Oktober statt, nun wurden die Nominierungen bekanntgegeben.

"Pressekofferenzen" hätten Bühnenreife erlangt

"Die zeitweise beinahe täglich stattfindenden Pressekonferenzen, die sich mehr und mehr zu 'Pressekofferenzen' mauserten, haben mit Fortgang der Pandemie nachgerade Bühnenreife erlangt", erläutert Deutschbauer in einer Aussendung seine Entscheidung für den thematischen Fokus dieses - an Inszenierungen wegen der Pandemie eher schütteren - Jahres. "Man konnte sich wahrlich nicht sattsehen an den Guckkastenbühnenvorstellungen, welche uns die Mitglieder der Bundesregierung in unterschiedlichen Besetzungen da boten."

Die Preise werden in insgesamt sechs Sparten vergeben: Zu den gewohnten Kategorien wie "Die größte Scheinheiligkeit" und "Der längste Zeigefinger" kommt dieses Jahr "Die/Der aufgeblühteste Ausnahmezustandsgewinnler*in" hinzu. Bereits fixiert ist der Spezialpreis für Kulturminister Werner Kogler und die ehemalige Staatssekretärin Ulrike Lunacek (beide Grüne) für ihre Pressekonferenz über "Aktuelles im Bereich Kunst und Kultur sowie Veranstaltungen im Allgemeinen" vom 17. April 2020.

Kurz und Nehammer mit vier Nominierungen

Spitzenreiter mit je vier Nominierungen sind ex aequo Bundeskanzler Sebastian Kurz und Innenminister Karl Nehammer (beide ÖVP). In der Kategorie "Der große Gönner/Die große Gönnerin" ist Kurz etwa für ein in der "Presse" getätigtes Zitat nominiert ("Wer allein lebt, darf immer nur allein spazieren gehen."). In der Sparte "Scheinheiligkeit" geht das Zitat "Sie wissen, die Bundesgärten haben alle sehr schmale Eingänge" ins Rennen, Nehammer hat sich mit dem Satz "Es gibt über 46 verletzte Beamtinnen und Beamten, die im Einsatz verletzt worden sind, wenn Menschen sich nicht an die Maßnahmen gehalten haben" für die Kategorie "Der längste Zeigefinger" qualifiziert.

Weitere Nominierungen für die Preise

In der Sparte "Die größte Weinerlichkeit" ist unter anderem Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) nominiert ("Das haben wir Tiroler und Ischgler nicht verdient"). Chancen auf den (neu geschaffenen) Titel "Die/Der aufgeblühteste Ausnahmezustandsgewinnler*in" haben Antonella Mei-Pochtler (Direktorin der dem Kanzleramt angegliederten Denkfabrik Think Austria), Gerry Foitik (Bundesrettungskommandant des Österreichischen Roten Kreuzes) und Innenminister Nehammer für sein Zitat "Wir sind sozusagen die Flex, die Trennscheibe für die Gesundheitsbehörden, um die Infektionskette rasch zu durchbrechen." In der Sparte "Heldinnen und Helden der Provinz" ist Bundeskanzler Kurz neben Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP), dem Tiroler Landesrat Bernhard Tilg und "Wurst aus Tirol" im Rennen. Neben Deutschbauer besteht die Jury aus brut-Direktorin Kira Kirsch, Tanzquartier-Chefin Bettina Kogler sowie den Werk X-Leitern Ali M. Abdullah und Harald Posch.

(APA/Red)

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