Positiver Abschluss der Frankfurter Buchmesse

Zum Abschluß noch einemal 50.000 Besucher erwartet
Zum Abschluß noch einemal 50.000 Besucher erwartet ©APA (dpa)
Trotz Wirtschaftskrise ziehen viele Verlage zum Ende der Frankfurter Buchmesse eine positive Bilanz. Zahlreiche Verlage freuen sich über gutlaufende Titel und hoffnungsvolle Neuerwerbungen. Mit den Aussichten auf das für die Branche umsatzträchtigste vierte Quartal sind die Verlage zufrieden. Doch das kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass diverse Häuser einen harten Sparkurs fahren müssen.

“Konsolidierung ist angesagt”, fasst Hoffmann & Campe-Chef Günter Berg in Frankfurt zusammen. Berg lässt auch die Debatte über Chancen und Risiken des E-Books ziemlich unberührt: “Bei uns erscheint jedes Buch auch als E-Book.” Christina Knecht vom Hanser Verlag sieht das ähnlich. “Wir waren von Anfang an dabei. Es wäre fatal, hier zu zögerlich zu sein.” Der Münchner Verlag profitiert vom Nobelpreis-Glanz für Herta Müller, 200.000 Exemplare ihrer “Atemschaukel” sind bereits im Handel. Beim Lübbe-Verlagsstand freut man sich über den “Blockbuster” von Dan Brown (“Das verlorene Symbol”), bereits in den ersten zwei Tagen seien etwa 120.000 Exemplare verkauft worden, berichtet Sprecherin Ricarda Witte-Masuhr.

“Bei uns ist die Wirtschaftskrise bislang nicht angekommen”, sagte der Sprecher des Frankfurter S. Fischer Verlags, Martin Spieles. Allerdings sind auch bei Fischer alle Etatposten nach möglichen Einsparungen durchforstet werden.

Von der Wirtschaftskrise profitieren können vor allem Fachverlage, die mit Büchern zu diesem Thema auf dem Markt sind. Die durch die Krise entfachte Aufmerksamkeit für Wirtschafts- und Finanzthemen sei weiter groß, heißt es etwa beim FinanzBuch Verlag. Neben den Büchern, die erklären, wie es zum Crash kommen konnte, seien zunehmend aber auch Sachbücher gefragt, die sich mit den Folgen der Krise beschäftigen: Arbeitslosigkeit, Armut oder Bewerbungsratgeber. Am letzten Tag der Buchmesse werden nochmals über 50.000 Besucher erwartet.

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