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Polizisten-Attentäter in Ungarn geschnappt

Aufatmen bei der Wiener Polizei: Für jenen Mann, der am 12. Jänner einen 27-jährigen Polizisten bei einer Verkehrkontrolle angeschossen und lebensgefährlich verletzt hatte, klickten nun in Ungarn die Handschellen.
Video: Verdächtiger gefasst
Attentäter heisst nicht Vasic
Polizist aus künstlichem Tiefschlaf geholt
Verdächtiger wurde ausgeforscht
Wiener Polizist angeschossen
Bilder vom Tatort
Video: Polizist schwer verletzt

Der seit über einer Woche gesuchte Serbe Mihailo J., der in Wien einen Polizisten angeschossen und lebensgefährlich verletzt haben soll, ist in Haft. Das haben die leitenden Ermittler des Landeskriminalamts Wien und der Zielfahndung des Bundeskriminalamts bei einer Pressekonferenz am Donnerstag in Wien bekanntgegeben. Der Verdächtige war am 15. Jänner, bereits drei Tage nach der Tat, in Ungarn festgenommen worden. Klarheit hatten die Ermittler aber erst heute, Donnerstag, zwischen 8.00 und 9.00 Uhr, als der Abgleich der Fingerabdrücke den Häftling als gesuchten Polizei-Attentäter überführte.

Die österreichischen Beamten waren dem Verdächtigen am Dienstag, dem 12. Jänner, kurz nach der Tat noch dicht auf den Fersen. Die Ermittlungen hatten sich auf Freunde, Bekannte und Verwandte des Verdächtigen lokalisiert, sagte Chefinspektor Ernst Hoffmann vom LKA Wien. Dort dürfte der Gesuchte auch Unterschlupf gefunden haben. Zwei Tage später, am 14. Jänner, hat sich die Spur aber verloren.

Mihailo J. dürfte sich mit Unterstützung von Fluchthelfern ins Ausland abgesetzt haben. Zunächst soll er von Wien nach Budapest geflüchtet und dann vermutlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. zu Fuß weitergereist sein. “Am 15. Jänner um 9.00 Uhr wurde der Mann in Ungarn in der Nähe von Szeged an der serbischen Grenze festgenommen”, sagte Hoffmann.

Der 33-jährige Serbe wollte offensichtlich zu Fuß über die grüne Grenze, erläuterte Oberstleutnant Helmut Reinmüller von der Zielfahndung des BK im Gespräch mit der APA. Bei einer Kontrolle durch ungarische Beamte konnte der Verdächtige keine Papiere vorweisen, woraufhin er in ein fremdenpolizeiliches Anhaltezentrum gebracht wurde. Der Gefasste gab gegenüber den ungarischen Polizisten an, mit einer Freundin eine Autopanne gehabt zu haben, und Hilfe holen zu wollen. Zudem legte er sich einen falschen Namen – Dragan Markovic – zu.

Unter Mithilfe eines österreichschen Verbindungsbeamten aus dem Burgenland, der die ausländischen Kollegen mit den Fahndungsfotos versorgte, konnte der Häftling identifiziert werden: Gestern, Mittwoch, haben die ungarischen Behörden auf einen Insassen aufmerksam gemacht, der dem zur Fahndung ausgeschriebenen Mihailo J. ähnlich sehe, schilderte Hoffmann die Ereignisse. Dann ging es Schlag auf Schlag, der österreichische Beamte fuhr in das Anhaltezentrum, wo er den Gesuchten schließlich identifizierte. Ein Abgleich der Fingerabdrücke brachte Donnerstag früh die endgültige Bestätigung.

Die Haftverhandlung soll bereits morgen, Freitag, Mittag in Ungarn stattfinden. Womöglich werde der 33-jährige Serbe bereits in den nächsten Tagen nach Österreich ausgeliefert.

Das Schussattentat ereignete sich am Dienstag, den 12. Jänner, in Wien-Ottakring. Der Besatzung des Streifenwagens “Heinrich 6” war gegen 13.40 Uhr ein silberfarbiger 5er BMW aufgefallen, der auf dem Lerchenfelder Gürtel eine gelbe Ampel überfuhr. Der Polizist und seine Kollegin wollten den Wagen anhalten. Der Lenker gab jedoch Gas und flüchtete. Es kam zu einer kurzen Verfolgungsjagd, ehe der Autofahrer in der Nähe der Ganglbauergasse aus seinem Fahrzeug sprang, zunächst davonlief und schließlich das Feuer auf den ihn verfolgenden Beamten eröffnete.

Der Polizist aus dem Stadtpolizeikommando Josefstadt wurde daraufhin von zwei Projektilen am Oberkörper und Bein getroffen. Nach einer Notoperation lag der Beamte eine Woche lang im künstlichen Tiefschlaf. Nach einer kurzen Aufwachphase wurde der 27-Jährige neuerlich sediert, weil die Lunge des Mannes nach Angaben des ärztlichen Direktors des Wiener Lorenz-Böhler-Unfallkrankenhauses, Harald Hertz, noch nicht richtig arbeitete. In der kurzen Wachphase konnte der Patient seine Beine bewegen, eine Querschnittlähmung wird daher von den Ärzten ausgeschlossen. Erst am Wochenende soll er erneut geweckt werden.

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