Polizeibeamtin von Pit Bull Terrier in Wien-Ottakring attackiert

Die Polizeibeamtin bleib bei dem Vorfall unverletzt.
Die Polizeibeamtin bleib bei dem Vorfall unverletzt. ©APA (Sujet)
Am Donnerstag wurde eine Polizeibeamtin in der Brunnengasse von einem sogenannten Listenhund attackiert. Dabei entstand ein Sachschaden an der Uniform und an Ausrüstungsgegenständen.

Donnerstagabend gegen 21.25 Uhr wurde eine Polizeibeamtin auf eine Pit Bull Terrier aufmerksam, der ohne Maulkorb auf einem leeren Marktstand des Bunnemarktes saß. Er wurde von einer Frau an der Leine gehalten. Die Beamtin wollte den Sachverhalt klären, als sich der Hund seiner Führerin entriss und die Beamtin ansprang. Der Listenhund verbiss sich im Einsatzgurt. Daraufhin löste sich eine Tragetasche samt Taschenlampe vom Gurt. Ein neuerlicher Angriff konnte verhindert werden, indem die Hundeführerin das Tier an die kurze Leine nahm.

Beamtin von Listenhund attackiert: Polizistin blieb unverletzt

Die Beamtin wurde bei dem Vorfall nicht verletzt. Es entstand jedoch ein Sachschaden an der Uniform der Beamtin und an Ausrüstungsgegenständen.

Die 34-jährige Halterin war nicht im Besitz eines erforderlichen Sachkundenachweises. Sie wurde mehrfach angezeigt. Der eigentliche Besitzer war während dem Vorfall in einer nahegelegenen Polizeiinspektion. Er hätte den Hund der Frau nicht überlassen dürfen, deshalb wurde auch er mehrfach angezeigt. Der Hundebesitzer besitzt einen Hundeführerschein.

Wien: Bestimmungen für Listenhunde

In Wien sind derzeit rund 55.000 Hunde gemeldet, 3.300 davon sind Listenhunde. Listenhunde unterliegen seit Mitte Februar im öffentlichen Raum in Wien mit wenigen Ausnahmen einer Maulkorb-und Leinenpflicht. Für die Besitzer gilt ein Alkohol-Limit von 0,5 Promille, wenn sie mit ihrem Tier unterwegs sind. Wer einen Kampfhund erwirbt, muss außerdem zwei Jahre nach Absolvierung des verpflichtenden Hundeführscheins erneut zur Prüfung antreten. Bei Bedarf können zusätzliche Trainingseinheiten und Schulungen angeordnet werden. Die Verschärfungen beim Tierhaltegesetz wurden als Reaktion auf einen Vorfall getroffen, bei dem im vergangenen September ein Rottweiler ein Wiener Kleinkind totgebissen hatte.

(Red)

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