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Polizei Wien veröffentlicht Videos zum Rapid-Fanmarsch

Die Rapid-Fans waren mit Pyrotechnik ausgestattet.
Die Rapid-Fans waren mit Pyrotechnik ausgestattet. ©Leserreporter
Die Polizei Wien versucht auf Twitter zu rechtfertigen, warum sie gestern vor dem Derby über 1.000 Rapid-Fans vor der Generali Arena in Wien-Favoriten eingekesselt hat. Dazu veröffentlicht sie auch Videos.
Rapid-Fans sorgen für Sperre

Die Beamten mussten sich mit einiger Kritik auseinandersetzen, dass der Einsatz nicht rechtmäßig war und dass übermäßig brutal gegen die Rapidfans vorgegangen wurde. Nun versucht die Exekutive auf Twitter, die Vorwürfe zu entkräften.

Pyrotechnik in Wien-Favoriten

In der Aussendung der Polizei arbeiten die Beamten den Einsatz zeitlich auf. Dabei kam es gegen 14:25 Uhr auf der Laaer-Berg-Straße (Höhe Ordnungsnummer 2) zu “massiver Verwendung pyrotechnischer Gegenstände” sowie dem “Bewurf angrenzender Häuser, Fenster und Geschäftslokale mit Schneebällen”.

 

Bewurf der Südosttangente

Die Polizei filmte den Einsatz auch per Hubschrauber mit. Auf der Brücke über der Südosttangente machte der Fanzug plötzlich Halt, für die Polizei geschah dies “ohne ersichtlichen Grund”.

 

Die Süd-Ost-Tangente wurde dabei von 15:05 Uhr bis 15:10 Uhr in beide Fahrtrichtungen gesperrt. Danach wurden einzelne Fahrstreifen mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 60 km/h für den Fahrzeugverkehr freigegeben. Die Autobahn-Sperre verursachte kilometerlangen Stau.

Entschluss zur Identitätsfeststellung

Der Bewurf einer der meist befahrensten Straßen Österreichs stellt laut Polizeiaussendung eine vorsätzliche Gemeingefährdung (§ 176 StGB) dar, ein Delikt, das mit einer bis zu zehnjährigen Freiheitsstrafe bedroht ist. Daher beschlossen die Wiener Beamten eine Identitätsfeststellung aller Fans.

Dabei verhielten sich wohl nicht alle Personen kooperativ, weshalb die Kontrolle nur langsam ablief.

 

Ohne Trinken in der Kälte

Ebenso versucht die Polizei den Vorwurf zu entkräften, dass der Fans der Zugang zu Wasser entsagt wurde. Scheinbar wurde die Wiener Feuerwehr zu Hilfe gerufen, um die angehalten Personen mit warmen Getränken zu versorgen.

 

Im Zuge der Kontrollen konnten zahlreiche verbotene Gegenstände vorgefunden und sichergestellt werden, insbesondere pyrotechnische Gegenstände sowie eine Rauchgranate polnischen Fabrikats, die grundsätzlich nur für militärische Zwecke verwendet wird und laut österreichischem Recht als Sprengmittel eingestuft ist. Bei den anderen Sicherstellungen handelt es sich vorwiegend um verbotene Pyrotechnik der Klasse F3 und höher, sowie Blitzknallsätze und Notsignalfackeln.

Rapid bekräftigte währenddessen Polizei-Kritik: Freiheitsberaubung

Der SK Rapid hat seine Kritik am Einsatz der Polizei beim Wiener Fußball-Derby am Montagabend bekräftigt. “Hier wurden, aus welchen Motiven auch immer, Leute ihrer Freiheit beraubt und zwar wurden sie stundenlang in einer völlig unangemessenen und jegliche Verhältnismäßigkeit mit Füßen tretenden Art und Weise in einem Kessel festgehalten”, sagte Rapids Vizepräsident Nikolaus Rosenauer.Rapid-Präsident Michael Krammer, der sich laut Eigenaussage von 18:30 Uhr bis zum Ende der Identitätsfeststellung um kurz vor 22:00 Uhr selbst ein Bild vom Einsatz entlang der Südosttangente vor der Generali Arena machte, sprach von einer “absurden” Situation. “Es gab keine Chance auf irgendeine Art der menschenwürdigen Behandlung”, erklärte Krammer, der sich bei der Pressekonferenz “nicht als Rapid-Präsident, sondern als Staatsbürger” äußern wollte. “Aus meiner Sicht: Das war nicht spontan, das war geplant. Der Einsatz war nicht verhältnismäßig.”

(Schneeball)-Würfe von Verein verurteilt

Die mittlerweile durch Videoaufnahmen belegten (Schneeball)-Würfe durch Rapid-Anhänger auf die Südosttangente verurteilte die Vereinsführung. Jene waren laut Polizei der Auslöser für die folgenden – knapp sieben Stunden andauernden – Identitätsfeststellungen von 1.338 Personen gewesen. Ein solcher Werfer sei “kein Rapidler, das ist ein Krimineller, der Rapid missbraucht und für sich vereinnahmt”, erklärte Rosenauer. Der (hauptberufliche) Anwalt hatte für das Folgende aber keinerlei Verständnis. “Den Rest unter Generalverdacht zu stellen, das sind für mich polizeistaatliche Maßnahmen. Insgesamt wenn dies ohne jegliche Genehmigung durch die Justiz erfolgt.”

Die Funktionäre prangerten zudem die Wahl der Streckenführung des Fanmarsches an. Diese erfolge durch die Polizei. “Warum wählt man von Behördenseite so einen Weg zum Stadion über die meistbefahrene Straße Österreichs?”, fragte Krammer. Der Weg über die Brücke sei zudem unzureichend gesichert gewesen.

Auf die Frage, ob eine kurz- bis mittelfristige Entspannung im Verhältnis Rapid-Rapidfans-Polizei überhaupt möglich sei, entgegnete Krammer nur: “Mir geht es darum, dass das rechtsstaatliche Prinzip funktioniert. Darum werden wir uns kümmern und wir gehen auch davon aus, dass sich die Behörden darum kümmern.”

 

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