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Plumpe Drohung

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat wegen des Reifenkonflikts unverhohlen mit einem Formel-1-Rückzug des italienischen Teams rund um Weltmeister Michael Schumacher gedroht.

“Wir denken nicht daran, die Formel 1 zu verlassen. Aber wir sind auch nicht gezwungen, dabei zu bleiben. Das hängt von der Zukunft ab”, erklärte di Montezemolo dem italienischen Fachblatt “Gazzetta dello Sport” am Donnerstag. Er wolle sich zu diesem technischen Problem nicht detailliert äußern, da dies bereits Ferraris Technischer Direktor Ross Brawn getan habe. Nach dem Grand-Prix von Ungarn hatte Ferrari die Breite der Michelin-Reifen bemängelt, mit denen unter anderem Williams-BMW und McLaren-Mercedes, die schärfsten Konkurrenten im Titelrennen, fahren. Laut Reglement des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA) sind 270 Millimeter zulässig.

In diesem brisanten Konflikt zeichnet sich nun aber eine Lösung ab. Der unter Druck geratene Hersteller Michelin hat offenbar eingelenkt und nach eigenen Angaben neue Reifen zum aktuellen Test in Monza mitgebracht. “Die neue Auslegung der Regeln durch die FIA hat uns gezwungen zu reagieren. Sie glauben doch nicht, dass Michelin diese Herausforderung nicht annimmt?”, erklärte Pierre Dupasquier, der Motorsportdirektor des französischen Unternehmens, in einem auf der Michelin-Homepage veröffentlichten Interview.

Hintergrund der Diskussion ist ein Brief des Internationalen Automobil-Verbandes (FIA) nach dem letzten Rennen in Ungarn, in dem auf die Einhaltung der erlaubten Maximalbreite der Lauffläche von 270 Millimetern hingewiesen und erstmals auch Messungen nach dem Rennen angekündigt wurden. Ferrari, das mit dem Reifenhersteller Bridgestone zusammenarbeitet, hatte die FIA auf mögliche Verstöße der Konkurrenz hingewiesen. Michelin hatte betont, dass die Reifen bei der technischen Abnahme immer den Regeln entsprochen hätten.

Die aktuelle Diskussion führt Dupasquier auf den Konkurrenzkampf im Titelrennen zurück. “Wir haben noch drei Rennen bis zum Ende dieser Saison, und der Kampf um die Weltmeistertitel ist so knapp und aufregend wie seit Jahren nicht. Gerade erst hat die Führung in der Konstrukteurswertung gewechselt. Man muss sich also fragen: Wer profitiert am meisten von einer solchen Aktion?”

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