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Pink ließ es in Wien ordentlich krachen

Die erfolgreiche US-Sängerin hat sich nicht damit zufriedengegeben, ihre Hits der Reihe nach brav herunterzuspulen. Vielmehr setzte sie auf ein schwungvolles Konzert mit Showeinlagen statt auf eine Revue mit Musikbegleitung. Bilder vom Konzert | Videobericht

Pink zählt in der derzeit krisengeschüttelten Popbranche zu den Goldeseln. Ihr Gastspiel in der Stadthalle war darum auch so restlos ausverkauft, dass für den 17. Dezember eine Wiederholung angesetzt wurde. “Funhouse” (Sony BMG) heißt das aktuelle, von Trennungsschmerz durchflutete Album der 29-Jährigen – wieder ein Megaseller. Authentizität ist wohl ein Geheimnis ihres Erfolges: Da stand eine selbstbewusste, stimmkräftige Frau auf der Bühne, die es wissen wollte, die lieber auf kreischende Gitarren vertraute als auf Faserschmeichler-Arrangements.

Oh ja, man darf auch Klischees bedienen: Zum genialen “Highway To Hell” der genialen AC/DC fuhr Pink auf einem Motorrad über die Videowalls, bevor sie spektakulär vor die Fans trat – oder besser: schwebte. Auf einem Seil wurde der Star aus einer Versenkung über die Köpfe der Zuschauer gehievt. Erste Befürchtungen, mehr Varieté als Konzert zu erleben, wurden aber gleich weggeblasen: Nach dem Opener “Bad Influence” verschwanden die paar Tänzer, die später sporadisch wiederkehrten, gleich wieder, um der Band Platz zu machen: Songs wie “Just Like A Pill” oder “Who Knew” erinnerten mehr an 80er-Metal-Rock als an Formatradio.

Pink hat verstanden, dass elend lange Umkleidepausen nerven. Ebenso wie aufgesetzt wirkende Choreographien und zwanghafte Vielseitigkeit. Die Kostümwechsel hielten sich in Grenzen und gingen rasch von sich. Das wenige Herumgehüpfe der Tanztruppe störte kaum, selbst eine Polsterschlacht zu “So What”, die sehr leicht ins Peinliche hätte abdriften können, passte irgendwie ganz gut dazu. Besonders effektvoll die Show-Highlights, wenn Pink am Trapez hängend mit voller Stimme rockte. Und die Abwechslung hatte nichts Verkrampftes: Elegant ging Pop in Rock über und retour, fügte sich ein akustisches Zwischenspiel (mit “Trouble” in neuem Gewand) ein, reihte sich altes (“Get The Party Started”) an neues Material (“Sober”).

Selbst Coverversionen, beim Pink-Konzert 2004 am selben Ort noch ein Tiefpunkt, beherrscht das Popwunder mittlerweile ganz gut. Auf “Crazy” von Gnarls Barkley traf das zwar nicht wirklich zu (zu glatte Interpretation), aber Queens “Bohemian Rhapsody” machte Spaß und Led Zeppelins souverän vorgetragener Kracher “Babe I’m Gonna Leave You” irritierte den Großteil der Anwesenden spürbar – Zweck erfüllt, das ist Rock and Roll!

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