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Picknick als Protest gegen Wohnungsbau

Die Idylle trügt. Das gemütliche Zusammentreffen am Dach des Meiselmarktes, eines der wenigen Grünoasen in Rudolfsheim-Fünfhaus, ist Teil des Kampfes zur Rettung der Grünfläche und gegen geplante Mietwohnungen.

Rudolfsheim-Fünfhaus hat wenige Parks oder Wiesen. Mit 49,2 Hektar Grünfläche liegt der Bezirk an neunter Stelle in ganz Wien (Quelle: MA 41). Eine der wenigen Erholungsoasen, befindet sich am Dach des Meiselmarktes. Öffentlich zugänglich ist dieses Plateau allerdings nicht. Nach einigen Zwischenfällen sah man sich gezwungen, die Fläche abzusperren.

Nun will der Eigentümer, die „Wiener Städtische“ auf dem Dach geförderte Mietwohnungen errichten. Gegen diese Pläne machten die Grünen am 21. Juni mit einer Protestkundgebung mobil. Bei der „Besitzung“ des Daches wurde entspannt gepicknickt, um zu zeigen, wie wichtig der Erhalt der Grünflächen im dicht bebauten Rudolfsheim-Fünfhaus ist. Seit 2007 sammeln die Grünen Unterschriften gegen die Verbauung. Bis jetzt haben sie über tausend Menschen von ihrem Anliegen überzeugen können.

Der SP-Vorsteher von Rudolfsheim, Gerhard Zatlokal, steht dem Wohnbau positiv gegenüber und sieht die Entscheidungsgewalt nicht beim Bezirk: „Der Vertrag wurde zwischen der Wiener Städtischen und der Stadt Wien abgeschlossen. Der Bezirk war nicht eingebunden.“ Zatlokal erhofft durch die Bewohner der Anlage auch eine Belebung des Geschäftslebens: „Der Markt muss erhalten bleiben und auch in der Umbauphase funktionieren,“ so seine Antwort auf die Befürchtungen, die Standler müssen während des Umbaus zusperren.

Zur Info:
Die Wiener Städtische hat 1993 das Grundstück am Meiselmarkt von der Stadt Wien gekauft. Im Rahmen dieses Geschäftes verpflichtete sich die Versicherung das Areal über dem Wasserspeicher als öffentlichen Grünraum zu gestalten.

Im Gegenzug verringerte sich der Kaufpreis um rund 500.000 Euro. Sollte dies nicht geschehen, war im Vertrag eine Pönale von über einer Million Euro vorgesehen. Folglich wurde die öffentliche Grünfläche errichtet.
Jugendliche nutzen die Fläche in ihrer Freizeit, balancierten auf Geländer und warfen von der Plattform aus Gegenstände in die Menge. Bei einem tragischen Unfall stürzte ein Kind ab, und wurde schwer verletzt. Da eine weitere Nutzung der Fläche nur unter Aufsicht möglich schien, entschied man einen einen Wohnbau zu errichten und auf die Pönale zu verzichten. Für den Erlass der Pönale war der Gemeinderat zuständig.

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