"Pickerl" für "gute" PC-Spiele

Das Gütesiegel wird von der "BuPP", der Bundesstelle für die Positivprädikatisierung von Computer- und Konsolenspielen, vergeben. Es gehe nicht um die "Verteufelung" von Computerspielen.

Dies betonte Familienministerin Ursula Haubner (B) im Rahmen einer Pressekonferenz. Seit heute, Montag, ist eine Liste online, die vor allem Eltern die Kaufentscheidung von elektronischer Freizeitgestaltung ihrer Sprösslinge erleichtern soll.

Rund 15.000 Spiele drängen jährlich neu auf den Markt – um aus dieser schier unüberschaubaren Menge die „guten“ herauszufiltern, ist seit August 2005 eine Gutachter-Kommission, bestehend aus 40 Mitgliedern, mit der Bewertung beschäftigt. Je zehn Tage stehen dafür zur Verfügung. Anschließend gibt es dann das „BuPP“-Gütesiegel – oder auch nicht.

„Laut einer Umfrage sehen 83 Prozent der Eltern das Gütesiegel als Kaufentscheidung“, so Projektleiter Herbert Rosenstingl. Wöchentlich bis 14-tägig trete die Kommission zusammen, um über die Kriterien Spielspaß, Pädagogik und technische Umsetzung der Spiele zu diskutieren. Jene mit „ausschließlich destruktivem Charakter“ bekämen aber „keine Empfehlung“, bekräftigte Rosenstingl.

Unter http://www.bupp.at können sich die Konsumenten ab sofort über die – ständig aktualisierte – Liste an gekennzeichneten Spielen informieren. „Die Eltern müssen sich für die Freizeitgestaltung ihrer Kinder interessieren“, appellierte die Ministerin. Sie will nun die diesbezüglichen Informationen verstärkt an Mutter und Vater bringen. Dabei soll auch auf Alternativen zum Computerspielen – wie zum Beispiel Sport – hingewiesen werden.

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