Petrobras nimmt bei Mega-Kapitalerhöhung 70 Mrd. Dollar ein

Brasiliens Ölkonzern Petrobras nimmt bei seiner Mega-Kapitalerhöhung 70 Mrd. Dollar (52,5 Mrd. Euro) ein. Das staatlich kontrollierte Unternehmen legte am Donnerstag nach Börsenschluss den Bezugspreis für seine neuen Stammaktien mit 29,65 Real pro Aktie fest.

Die Vorzugsaktien sollen 26,30 Real kosten. Insgesamt begibt Petrobras bei der größten Kapitalerhöhung aller Zeiten 2,4 Milliarden Stammaktien und 1,87 Mrd. Vorzugsaktien. (1 Dollar = 1,72 Real).

Insgesamt habe es eine Nachfrage in Höhe von 87 Mrd. Dollar gegeben, verlautete aus mit der Transaktion vertrauten Kreisen. Unter den Investoren seien auch Staatsfonds aus dem Nahen Osten und Asien. Die Anteilscheine sollen erstmals am 27. September an der brasilianischen Börse Bovespa in Sao Paulo gehandelt werden.

Mit der gigantischen Kapitalerhöhung will der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva den Aufstieg seines Landes zu einem wichtigen Ölexporteur finanzieren. Brasilien hat in den vergangenen Jahren vor seiner Küste riesige Ölvorkommen entdeckt und will diese nun ausbeuten. Für das ehrgeizige Investitionsprogramm sollen bis zum Jahr 2014 224 Mrd. Dollar ausgegeben werden. Die Förderung des Öls ist aufwendig und teuer, es liegt in bis zu 7.000 Metern Tiefe und unter einer dicken Salzschicht.

Den bisherigen Rekordhalter übertrumpfte Petrobras mit der Kapitalerhöhung locker: Der japanische Telekommunikationsriese NTT hatte 1987 bei seinem Börsengang mit der Aktienausgabe umgerechnet rund 36,8 Mrd. Dollar bei Investoren eingesammelt.

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