Peterhansel gewann Dakar-Rallye, Price bester Motorradfahrer

Peterhansel gewann je sechsmal auf dem Motorrad und im Auto
Peterhansel gewann je sechsmal auf dem Motorrad und im Auto
Rekordsieger Stephane Peterhansel hat die Rallye Dakar in Südamerika zum zwölften Mal gewonnen. Der 50-jährige Franzose verteidigte am Samstag im Peugeot auf der 13. und letzten Etappe in Argentinien von Villa Carlos Paz nach Rosario über 180 Wertungskilometer seine deutliche Führung. Die Gesamtwertung bei den Motorradfahrern gewann erstmals der Australier Toby Price auf KTM.


Peterhansel lag im Gesamtklassement mit 45:22:10 Stunden 34:58 Minuten vor dem Vorjahressieger Nasser Al-Attiyah aus Katar im Mini und mehr als eine Stunde vor dem Südafrikaner Giniel de Villiers. Für den Franzosen war es nach sechs Triumphen als Motorradfahrer nun auch der sechste Gesamterfolg im Auto.

Wegen eines Protestes von Al-Attiyahs X-raid-Team wegen angeblich illegalen Nachtankens in der achten Etappe ist Peterhansels erneuter Erfolg allerdings unter Vorbehalt. Die Rennkommissare der Dakar hatten entschieden, dass bei Peterhansel und dessen Beifahrer Jean-Paul Cottret alles mit rechten Dingen zugegangen war, X-raid war damit aber nicht einverstanden. Somit muss das Berufungsgericht erst noch entscheiden.

Vorerst aber darf sich Peterhansel für seine historische Leistung feiern lassen. Dem französischen Hersteller Peugeot bescherte er ein Jahr nach der Rückkehr den ersten Sieg seit 1996. Seit die Dakar nach der Absage wegen einer Terrordrohung 2008 seit 2009 in Südamerika ausgefahren wird, gewannen bisher entweder VW oder Mini.

Den Tagessieg sicherte sich sein Landsmann und Marken-Kollege Sebastien Loeb vor dem Finnen Mikko Hirvonen und Al-Attiyah. Für den Rallye-Rekordchampion Loeb war es der vierte Tageserfolg beim diesjährigen Marathon-Klassiker. In der Gesamtwertung wurde er Neunter.

Price ist der erste Australier, der die Rundfahrt gewann. Der 28-Jährige, der im Vorjahr bei seiner ersten Teilnahme Dritter war, bescherte KTM den 15. Dakar-Triumph in Folge. Seit 2001 ist der Motorrad-Hersteller aus Mattighofen ungeschlagen (2008 war die Rallye wegen Terrorgefahr abgesagt worden). Price setzte sich nach 48:09:15 Stunden vor dem Slowaken Stefan Svitko (KTM) und dem Chilenen Pablo Quintanilla (Husqvarna) durch.

Auch die 38. Auflage der Dakar, die am 2. Jänner in Argentiniens Hauptstadt gestartet worden war, war von einigen einschneidenden Zwischenfällen überschattet. Gleich ein Unfall beim Prolog forderte zwölf Verletzte. Bei einem Unfall auf der siebenten Etappe war ein 63-jähriger Zuschauer vom Wagen des Franzosen Lionel Baud tödlich erfasst worden. Als der Wagen zurück nach Frankreich gebracht werden sollte, wurde er auf dem Weg zum Hafen in einen weiteren Unfall verwickelt, bei dem ein Mensch starb.

Für Österreichs Motorrad-Hoffnung Matthias Walkner endete seine zweite Dakar ebenfalls mit der siebenten Etappe. Bei einem Sturz hatte der KTM-Werksfahrer einen Oberschenkelbruch erlitten und musste dadurch aufgeben. Der 29-jährige Salzburger wird vermutlich 2017 einen weiteren Anlauf bei dem legendären Offroad-Spektakel unternehmen.

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