Peterchens Mondfahrt - Kritik und Trailer zum Film

Seit weit über 100 Jahren gehört Gerdt von Bassewitz' "Peterchens Mondfahrt" zu den deutschsprachigen Märchenklassikern. Der deutsche Regisseur Ali Samadi Ahadi hat nun eine neue Animationsversion der Abenteuergeschichte für Groß und Klein geschaffen, für dessen Stimmen österreichische Starschauspieler wie Peter Simonischek und Gerti Drassl gecastet wurden.

1912 wurde Gerdt von Bassewitz' Märchen "Peterchens Mondfahrt" am Theater uraufgeführt. 110 Jahre später kommt der Klassiker - nach einigen Mondlandungen, Vertonungen und Verfilmungen - als aufwendig produzierter Animationsfilm auf die große Leinwand: Der deutsche Regisseur Ali Samadi Ahadi hat ein mitreißendes Werk vorgelegt, in dem auch Erwachsene bestens unterhalten werden - nicht zuletzt durch die Stimmen großer österreichischer Schauspielstars. Ab Donnerstag im Kino.

Peterchens Mondfahrt - Kurzinhalt zum Film

Freilich haben Ahadi, der bereits "Pettersson und Findus" neues Leben eingehaucht hat, und Drehbuchautor Arne Nolting der etwas angestaubten Geschichte rund um zwei brave Kinder auf fantastischer Mondmission ein zeitgenössisches Setting verpasst. Die beiden Geschwister Peter und Anna liegen sich nach ihrem Umzug in das neue Haus in den Haaren. Während der kleine Wirbelwind Anna allerlei Faxen macht, träumt der schlaue Peter davon, einmal Astronaut zu werden - so wie sein bei einem Mondflug verunglückter Vater.

Als Erzähler tritt schon bald der Maikäfer Sumsemann (Peter Simonischek) auf den Plan und mit seiner Rückblende verlässt man die animierte 3D-Welt und tritt ein in ein 2D-Zeichentrickszenario, wie man es aus den 1970er Jahren kennt. Damals wurde seine geliebte Birke gefällt, wobei er nicht nur seine Ehefrau, sondern auch einen seiner sechs Arme verlor. Seither warten alle drei - Birke, Ehefrau und Arm - auf dem Mond, wohin die etwas schusselige Nachtfee (Gerti Drassl) die bösen Baumfäller verbannt hat. Nur mithilfe zweier tierlieber Kinder können sie gerettet werden.

Und so finden der Maikäfer, Peter und Anna eines Tages zusammen, als die beiden als "die Neuen" von Schulkollegen zu einer Mutprobe herausgefordert werden. Und schon beginnt die abenteuerliche Reise zum Mond, auf der es allerlei Hindernisse zu überwinden gilt. Mithilfe des zunächst mürrischen Sandmanns (Raphael von Bargen) schaffen sie es schließlich, ihrem Ziel sehr nahe zu kommen. Wäre da nicht der böse Mondmann, der das ganze Universum unterwerfen möchte. Doch von zahlreichen Naturgeistern unterstützt, die alle mit einer liebenswerten Macke ausgestattet sind, kann die Rettung von Birke, Sumsefrau und Arm Nummer 6 schließlich gelingen. Doch irgendwann bricht der Morgen an, und die Kinder finden sich in ihrem Zimmer wieder. War alles nur ein Traum? Nicht in einem Märchen wie diesem, das für die Kleinsten als aufregendes Abenteuer daherkommt und den Großen genügend zwischenmenschliche Abgründe aufzeigt, die zum Schmunzeln anregen.

Peterchens Mondfahrt - Die Kritik

Ein großes Plus für die heimischen Kinobesucher in diesem von coop99 produzierten Streifen, dessen Soundtrack vom RSO eingespielt wurde, sind auch die zahlreichen vertrauten Stimmen von heimischen Bühnen. So eignet sich "Peterchens Mondfahrt" für die ganze Familie, um Themen wie Artenschutz, Umgang mit Trauer und Mobbing und nicht zuletzt Mut vor der Leinwand zu erleben.

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(APA/Red)

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