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Pendlerpauschale soll auch bei Home Office gelten

Laut Wöginger soll die Pendlerpauschale bestehen bleiben.
Laut Wöginger soll die Pendlerpauschale bestehen bleiben. ©APA/HERBERT PFARRHOFER
Laut ÖVP-Klubobmann Wöginger soll auch während der aktuellen Home Office-Zeit die Pendlerpauschale gelten.

Das Pendlerpauschale soll laut ÖVP-Klubobmann und ÖAAB-Bundesobmann August Wöginger auch für die Zeit des Teleworkings oder einer Dienstverhinderung gelten. Außerdem will Wöginger Corona-Prämien für Betriebe, den Öffentlichen Dienst und auch Polizisten bis zu 3.000 Euro steuerfrei stellen, wie er am Mittwoch in einer Aussendung mitteilte.

Regelung soll am Freitag beschlossen werden

"Das Modell der Mitarbeiterbeteiligung sieht vor, dass Bonuszahlungen für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bis zu rund 3.000 Euro völlig steuer- und sozialversicherungsfrei gestellt werden", erklärte Wöginger. Gegenüber dem Ö1-Morgenjournal erläuterte er: "Das heißt, das ist bares Geld auf die Hand für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter." Die Maßnahme sei nicht nur auf die Beschäftigten in Supermärkten beschränkt. "Dann könnten auch alle Betriebe bis zum öffentlichen Dienst zum Beispiel im Bereich der Polizei, Prämien und Zulagen bis zu dieser Höhe an die Mitarbeiter ausschütten."

Die Regelung soll ebenso wie das Pendlerpauschale am Freitag beschlossen werden. Auf die Frage, warum nur Pendler und nicht alle Arbeitnehmer im Home Office ein Pendlerpauschale bekommen, antwortete Wöginger: "Wichtig ist, dass in Zeiten wie diesen, auch niemandem etwas weggenommen wird, und das wollen wir auch gesetzlich sicherstellen."

Auch Grüne für Pendlerpauschale im Home Office

Neben der ÖVP sind auch die Grünen klar dafür, das Pendlerpauschale auch in der Zeit des Home Office auszuzahlen. "Wir sind in einer Akut-Situation, da geht es darum, den Leuten nichts wegzunehmen", sagte Grünen-Klubchefin Sigrid Maurer im Ö1-"Mittagsjournal". ÖVP-Klubobmann August Wöginger hatte zuvor erklärt, das Pauschale solle auch für die Zeit von Teleworking oder Dienstverhinderungen gelten.

Der Plan sei mit den Grünen abgesprochen und man sei sich einig, erklärte Maurer am Mittwoch im ORF-Radio. "Jetzt in dieser Akut-Phase den Leuten, die zuhause arbeiten müssen aufgrund der Rahmenbedingungen, das Pendlerpauschalewegzunehmen, das ist sicher kein guter Schritt. Und dementsprechend wird es das nicht geben", sagte Maurer. Es gehe hier "um ein paar Wochen", so die Klubchefin. Beschlossen werden soll der Schritt - neben anderen - am Freitag, wie Wöginger zuvor ausführte.

Update: Pendlerpauschale bleibt auch im Home-Office

Wie von der Koalition bereits angekündigt, kann die Pendlerpauschale auch weiter bezogen werden, wenn man wegen der Corona-Krise z.B. im Home-Office arbeitet. Ebenso sollen auch Zulagen und Zuschläge, die im Fall einer Quarantäne, Telearbeit bzw. Kurzarbeit ausgeschüttet werden, weiterhin steuerfrei behandelt werden dürfen. Dies wird mit dem dritten Corona-Paket am Freitag vom Nationalrat beschlossen.

Mitarbeitern in Bereichen, die das System aufrechterhalten, und vom Arbeitgeber extra entlohnt werden, sollen diese Bonuszahlungen und Zulagen bis zum Betrag von 3.000 Euro steuerfrei gestellt werden.

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(APA/Red)

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