Paul Watzlawick Ehrenring

©© Universität für angewandte Kunst Wien
Der Paul Watzlawick Ehrenring – Entwurf durch Studenten der Universität für angewandte Kunst Wien, Klasse Industrial Design 1, Prof. Paolo Piva Peter L. Berger ist erster Preisträger Paul Watzlawick-Ehrenringes.

Die Wiener Ärztekammer ehrt mit dieser Auszeichnung den im März 2007 verstorbenen großen Wissenschafter und vergibt ab April 2008 jährlich den nach ihm benannten „Paul Watzlawick Ehrenring“ an Persönlichkeiten, die sich für den Diskurs zwischen den wissenschaftlichen Disziplinen sowie der Humanisierung der Welt einsetzen und auch dementsprechende Publikationen veröffentlicht haben.

Peter L. Berger, 1929 in Wien geboren, später in die USA emigriert, ist der erste Träger des Paul Watzlawick-Ehrenringes, den die Ärztekammer für Wien in Hommage an den großen österreichischen konstruktivistischen Sprachwissenschafter und Kommunikationsexperten gestiftet hat.

Aus 32 Entwürfen wählte eine Fachjury jenen Ring aus, der als Paul Watzlawick Ehrenring in 18 Karat Gelbgold hergestellt wurde:

Paolo Piva, Professor an der Universität für angewandte Kunst in Wien seit 1991, Architekt und Designer, Eva Blimlinger und Roman Horak, machten sich die Ermittlung des Siegerringes nicht einfach. „Es ist schwierig“, so Paolo Piva, „aus einer Vielzahl von sehr guten Arbeiten, die aufgrund ihrer unterschiedlichen Ansätze nur sehr schwer miteinander vergleichbar sind, einen Sieger zu ermitteln. Letztlich hat die Klarheit der Form zugunsten von Pia Kirchler und Irene Lechner entschieden.“

Der Siegerring ist in Form eines Möbiusbandes gestaltet – benannt nach dem deutschen Mathematiker und Astronom August Ferdinand Möbius (1790 bis 1868). Er leistete mit der Einführung der homogenen Koordinaten und des Dualitätsprinzips wertvolle Beiträge zur analytischen Geometrie und gilt als Pionier der Topologie. Die Topologie untersucht die Eigenschaften geometrischer Körper, die durch Verformungen mit Homöomorphismen – also Dehnen, Stauchen, Verbiegen, Verzerren, Verdrillen eines Gegenstands, nicht verändert werden.

So wie das Möbiusband mit seiner zweidimensionale Struktur mit nur einer Kante und einer Fläche in sich gedreht und gewendet werden kann und letztlich immer wieder in sich selbst übergeht, geht auch bei Watzlawicks self-fulfilling prophecy am Ende das angenommene oder erwartete Ereignis immer wieder in die Wirklichkeit über.

Die Ärztekammer für Wien und die Universität für angewandte Kunst Wien werden ihre Zusammenarbeit auch in Zukunft fortsetzen. „Wir haben schon einige gemeinsame Projekte im Auge“, so Walter Dorner und Paolo Piva.

Die offizielle Verleihung des ersten Paul Watzlawick-Ehrenringes findet am 02. April 2008 um 18:30 Uhr in der Raiffeisenzentralbank Österreich AG, Am Stadtpark 9 in 1030 Wien statt.

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