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Patientenombudsmann: Wiener Ärztekammer schafft neuen Posten

Ein neuer Posten wird geschaffen, um die Anliegen von Patienten zu unterstützen.
Ein neuer Posten wird geschaffen, um die Anliegen von Patienten zu unterstützen. ©APA (Symbolbild)
Die Wiener Ärztekammer hat am Donnerstag einen neuen Posten ausgeschrieben: Gesucht wird ein Patientenombudsmann oder eine Patientenumbudsfrau. Dieser oder diese soll sich künftig - ähnlich wie die Patientenanwaltschaft - um die Anliegen und Beschwerden von Patienten kümmern.

In Wien gibt es die seit langem etablierte Patientenanwaltschaft, welcher die Ex-Grün-Politikerin Sigrid Pilz vorsteht und die sich um Anliegen und Beschwerden von Patienten kümmern soll. Der Ärztekammer reicht dies aber offenbar nicht. Sie installiert einen Patientenombudsmann bzw. eine -frau. Der Posten wurde am Donnerstag ausgeschrieben, geplanter Dienstantritt ist Juni. Die neue Anlaufstelle soll basisdemokratisch gewählt werden, politisch unabhängig und weisungsungebunden sein und sich vor allem um Schwierigkeiten im niedergelassenen Bereich kümmern, teilte die Kammer zudem via Aussendung mit.

Ombudsmann wird gesucht

Die Bewerbungsfrist endet am 21. März, wobei lediglich Personen infrage kommen, die “ausdrücklich keine Mediziner, Ärztinnen und Ärzte oder sonst in Gesundheitsberufen ausgebildete Personen” sind. Gefordert werden hingegen professionelle Erfahrungen im Gesundheits- und Pflege- sowie Sozialversicherungsbereich sowie im Beschwerdemanagement, wie es in der heute in mehreren Tageszeitungen publizierten Ausschreibung heißt. Die Funktionsperiode beträgt fünf Jahre.

Der Bestellvorgang sieht vor, dass aus allen Bewerbern bis Ende April durch eine Jury von Personen aus Wissenschaft, Kultur und öffentlichem Leben eine Vorauswahl getroffen wird. Die endgültige Entscheidung soll dann basisdemokratisch ablaufen, indem alle in Österreich sozialversicherten Menschen wählen dürfen. Österreichweit deshalb, da in Wien ja nicht nur Wiener behandelt würden, so das Argument. Die Mitbestimmung werde auf elektronischem Wege erfolgen, am genauen Prozedere tüftle man noch, hieß es auf APA-Nachfrage. Diese Vorgangsweise soll jedenfalls politische Unabhängigkeit garantieren, wie die Kammer versichert.

Keine Konkurrenz zur Patientenanwaltschaft

Als Konkurrenz zur Wiener Patientenanwaltschaft will man die neue Ombudsstelle aber nicht verstanden wissen, so eine Sprecherin. Vielmehr sei sie eine Ergänzung. Denn Pilz und ihr Team würden sich vorrangig um Probleme im Spitalwesen kümmern. Die von der Kammer geschaffene Institution soll indes hauptsächlich den niedergelassenen Bereich – also etwa, wenn Patienten Probleme mit ihrem Hausarzt haben – bearbeiten. (APA)

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