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Patienten können Risiko von Krankenhausinfektion durch eigenes Verhalten senken

Durch eigene Hygienemaßnahmen vor Eingriffen in Spitälern lässt sich das Infektionsrisiko erheblich senken
Durch eigene Hygienemaßnahmen vor Eingriffen in Spitälern lässt sich das Infektionsrisiko erheblich senken ©Pexels/Anna Shvets (Sujet)
Österreichweit sterben jährlich etwa 5.000 Patienten an den Folgen von Krankenhausinfektionen. Gut die Hälfte dieser Todesfälle wäre Experten zufolge vermeidbar - durch eigene Initiative der Patienten.
Krankenhauskeime: Hygiene nicht unterschätzen

Bis zu 50 Prozent der jährlich 5.000 Infektionen wären laut der Österreichischen Gesellschaft für Krankenhaushygiene (ÖGKH) durch optimale Hygienemaßnahmen einfach zu verhindern - auch durch eine Beteiligung der Patienten im Vorfeld einer Operation.

Sehr häufig: Wundinfektionen nach Operationen

Trotz der hohen Hygienestandards in den österreichischen Krankenhäusern zählen gerade Wundinfektionen nach Operationen zu den häufigsten Krankenhausinfektionen. "Es ist wichtig zu verstehen, dass bestimmte Infektionen zwar in direktem Zusammenhang mit einer medizinischen Behandlung stehen, aber nicht zwingend ein Fehler im Krankenhaus passiert sein muss", sagte der Infektionsexperte Christoph Klaus von Schülke & Mayr GmbH. Studien hätten etwa gezeigt, dass bei den postoperativen Wundinfektionen die Erreger meistens von der Hautflora des Patienten selbst stammen.

"Auf jedem Quadratzentimeter Haut sind bis zu zehn Millionen Bakterien angesiedelt. Diese nehmen prinzipiell wichtige Schutzfunktionen wahr. Bei einer Operation können sie aber in das Wundgebiet eindringen und möglicherweise Infektionen und damit verbunden Folgeoperationen, Schmerzen, Behinderungen oder Arbeitsunfähigkeit auslösen und schlimmstenfalls bis hin zum Tod führen", so Christian Gäbler, Facharzt für Unfallchirurgie und Sporttraumatologie.

Infektionen präventiv vermeiden ist Gebot der Stunde

Hinzu kommt, dass Antibiotikaresistenzen, die durch bestimmte multiresistente Keime ausgelöst werden, mittlerweile nicht mehr therapiert werden können. "Daher gilt mehr denn je: Infektionen präventiv zu vermeiden, statt nachher zu behandeln", sagte Klaus.

Die Patienten können dabei selbst auch Vorkehrungen treffen. Drei bis fünf Tage vor einem operativen Eingriff sollten sie sich etwa täglich mit antiseptischen Produkten waschen, um die Hautflora für die Zeit kurz vor der Operation zu minimieren. Zusätzlich kann zwei bis drei Mal täglich ein Nasengel mit dem Wirkstoff Ocenidin in den Nasenvorhöfen verteilt werden, da Staphylokokken vor allem in der Nase vorkommen und von dort aus den ganzen Körper besiedeln.

(APA/Red)

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