Paszek erstmals seit 2007 in dritter Grand-Slam-Runde

Tamira Paszek hat am Fronleichnamstag ihren größten Major-Erfolg seit fast vier Jahren gefeiert. Die 20-jährige Vorarlbergerin qualifizierte sich mit einem 6:4,6:1-Erfolg über die US-Amerikanerin Christina McHale für die dritte Runde in Wimbledon.

Auf ihrem Lieblingsbelag hat Tamira Paszek erstmals seit 2007 wieder einmal die Runde der letzten 32 bei einem Tennis-Grand-Slam-Turnier erreicht. Die Vorarlbergerin, die vor vier Jahren in Wimbledon und bei den US Open als 16-Jährige jeweils das Achtelfinale erreicht hatte, qualifizierte sich am Fronleichnamstag mit einem 6:4,6:1-Erfolg über die US-Amerikanerin Christina McHale für die dritte Runde an der Church Road. Nächste Gegnerin ist schon am Freitag French-Open-Finalistin Francesca Schiavone.

Nach mehreren Jahren, in denen sie viele Rückschläge wie eine Nicht-Nominierung für die Olympischen Spiele, einen Dopingverdacht sowie einen Bandscheibenvorfall zu verkraften hatte, endlich wieder ein Erfolgserlebnis für die talentierte Dornbirnerin. Über 38.000 Euro und eine merkliche Verbesserung in der Weltrangliste (derzeit 80.) hat Paszek damit schon sicher.

Eltern waren zum Daumendrücken dabei

Erstmals seit vier Jahren, das fühlt sich super an“, freute sich die 20-Jährige. “Es war am Anfang eine wackelige Partie, da habe ich nicht so gut serviert. Ich bin dann konstanter geworden und habe es dann gut durchgezogen.” Die Emotionen auf dem Platz 19 waren nach dem Matchball groß, auch ihre Mutter war wie Trainer-Papa Ariff Mohamed zum Daumendrücken unter den Zuschauern.

Das Herz war schon sehr involviert. Gerade in solchen Matches gibt man alles, jeder Ball wird gespielt wie der letzte. Speziell, weil es schon so lange her ist“, beschrieb Paszek ihre Gefühlswelt. Noch dazu war sie gegen die im Ranking nur sieben Plätze vor ihr liegende McHale doch favorisiert worden. “Natürlich will die Gegnerin quasi ‘killen’. Es war ein Match, wo man gewusst hat, das sollte ich eigentlich nicht verlieren.

Erfolg nach vielen Rückschlägen

Der Weg zurück nach all den Rückschlägen war ein langer. “Ich habe still gearbeitet, versucht immer nach vorne zu schauen, ohne mich von etwas rausbringen zu lassen. Ich freue mich riesig, dass ich jetzt in der dritten Runde stehe.” Die nächste Gegnerin ist mit der als Nummer 6 gesetzten Italienerin nicht nur Francesca Schiavone, sondern eine ähnliche Kämpferin wie Paszek. Diese Aufgabe wird weit schwieriger als die ersten beiden, erstmals ist Paszek Außenseiterin.

Dennoch hat die Dornbirnerin durchaus die Möglichkeiten, Schiavone gefährlich zu werden. Das zeigt sich auch im Head-to-Head, da steht es 2:2. 2008 gab es in der ersten Runde von Wimbledon dieses Duell schon einmal. “Das war ein sehr langes Match hier in Wimbledon, damals habe ich leider 8:10 im dritten verloren“, erinnert sich “Mimi”. “Gras ist sicher nicht ihr Lieblingsbelag, meiner schon, aber sie spielt sehr konstant. Sie ist Top Ten und die klare Favoritin. Aber in einem Grand Slam ist jeder zu schlagen“, traut sich Paszek durchaus den dritten Sieg über Schiavone und bei diesem Turnier zu.

Vor einer großen Nummer, sozusagen, hat Paszek jedenfalls keinen übertriebenen Respekt. “Setzlisten waren für mich immer Zahlen. Es kommt immer auf den Tag an, wie ist die Spielerin drauf.

Bisherige Duelle Paszek-Schiavone (2:2):

  • 2007 Toronto (1.R.) Schiavone 6:2,2:6,6:3
  • 2007 US Open (2.R.) Paszek 6:3,7:5
  • 2008 Wimbledon (1.R.) Schiavone 6:3,5:7,10:8
  • 2008 Montreal (1.R.) Paszek 7:6(4),1:6,6:1

(APA)

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