Panik wegen Omikron-Variante noch nicht angebracht

Für den Experten ist Panik derzeit noch nicht angebracht.
Für den Experten ist Panik derzeit noch nicht angebracht. ©APA/AFP/SAID KHATIB
Laut Gerald Rockenschaub, WHO-Krisenmanager für Europa, sei angesichts der neuen Omikron-Varianten "Besorgnis sehr berechtigt, Panik zu diesem Zeitpunkt nicht".

Man müsse jetzt die Wissenschaft in Ruhe arbeiten lassen, so Rockenschaub am Samstag im Ö1-"Morgenjournal". "Ich glaube, man muss nur abwarten bis wir endgültige Evidenz haben, um das wirklich abschließend beurteilen zu können."

Überwachung von Omikron-Variante funktioniere sehr gut

Dass die Variante relativ rasch identifiziert wurde, sei ein gutes Zeichen, dass die Überwachungssysteme sehr gut funktionieren. Auch weil relativ rasch international breit informiert wurde und die Länder sich dadurch besser vorbereiten können, betonte der künftige Krisenmanager der Weltgesundheitsorganisation.

Blanko-Reisebeschränkungen hält Rockenschaub "wahrscheinlich nicht" für das beste Mittel gegen Omikron. Als probate Schutzmittel führte der Steirer u.a. Screenen vor Ab- und bei Einreise und "natürlich" die Impfung sowie die üblichen Maßnahmen wie Masken tragen und Hände-Hygiene an.

Rasche Lockerungen im Sommer tragen zur jetzigen Situation bei

Auf die Frage, warum seiner Einschätzung nach Europa wieder zu einem Hotspot der Pandemie geworden ist, sagte Rockenschaub im Radio-Interview: "Ich glaube, dass man wahrscheinlich angesichts der relativ entspannteren Infektionslage über den Sommer allzu rasch alle Vorsichtsmaßnahmen gelockert und das sicherlich zur prekären Situation jetzt beigetragen hat."

Zur Impfpflicht sagte der Experte, man müsse sehr vorsichtig sein und zuvor alle anderen Optionen ausschöpfen, "bevor man das als Ultima Ratio in Erwägung zieht". Außerdem sei eine breite gesellschaftliche Debatte darüber notwendig.

(APA/Red)

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