Ottakringer Getränke von Coronakrise hart getroffen

Ottakringer wurde von der Krise hart getroffen.
Ottakringer wurde von der Krise hart getroffen. ©APA/GEORG HOCHMUTH
Die Coronakrise mit ihren Lockdowns - vor allem in Gastro und Hotellerie - hat die Ottakringer Getränke AG 2020 hart getroffen. Der Umsatz sank von 242,4 Mio. Euro auf 181,3 Mio. Euro.

Das Ergebnis vor Steuern drehte von 13,4 Mio. auf minus 6,4 Mio. Euro. Auch unter dem Strich bilanzierte der Konzern, zu dem etwa auch Vöslauer Mineralwasser gehört, mit minus 5,1 Mio. Euro tiefrot (2019: plus 13,4 Mio. Euro). Das geht aus dem am Freitag veröffentlichen Jahresabschluss hervor.

Gesamtmarkt Bier coronabedingt rückläufig

Der Gesamtmarkt Bier war in Österreich coronabedingt rückläufig, schreibt Ottakringer. Zuwächse im Lebensmittelhandel hätten die Verluste aus der Schließung der Gastronomie nicht aufgefangen. Insgesamt sank der Bierausstoß von in Österreich gebrautem Bier laut Verband der Brauereien Österreichs um 4 Prozent auf 8,268 Millionen Hektoliter. Der Absatz an die Gastronomie habe sich insgesamt um 46 Prozent verringert. Im Handel wurden um 11 Prozent mehr Bierflaschen und um 7 Prozent mehr Dosen verkauft. Bei der Ottakringer Gruppe sank der Bierabsatz laut Finanzjahresbericht um 13,1 Prozent auf 531.000 Hektoliter.

Ottakringer fehlte im vergangenen Jahr vor allem das Gastrogeschäft: Die Gastronomie war im Jahr 2020 wegen der Coronapandemie fünf Monate und die Nachtgastronomie zehn Monate geschlossen. Das Eventgeschäft brach völlig ein. Auch in den geöffneten Sommermonaten und im Frühherbst konnte die Wiener Gastronomie, der Kernmarkt von Ottakringer, durch das Ausbleiben der Touristen nicht das Normalniveau erreichen.

Ottakringer reagierte auf Krise mit Kurzarbeit

Im Geschäftsfeld Bier reagierte Ottakringer auf den coronabedingten Nachfrageeinbruch mit der Einführung von Kurzarbeit, Abbau von Überstunden und Urlaub sowie mit der Reduktion von Personal- und Werbekosten. Die Covid-Förderungen und -Zuschüsse für Verlustersatz, Umsatzersatz und Kurzarbeit betrugen 2,76 Mio. Euro.

Auch das Geschäft der Ottakringer Gruppe mit Mineralwasser, Near Water und Limonaden war im Coronakrisenjahr 2020 stark rückläufig. Der Absatz von Mineralwasser sank um 13,9 Prozent auf 1,92 Millionen Hektoliter und von Near Water und Limonaden um 15,4 Prozent auf 582.000 Hektoliter. Die coronabedingten Schließungen in der Gastronomie und Hotellerie und die Einstellung des Flugverkehrs ließ den Absatz sinken. Unter anderem die Ausgangsbeschränkungen ließen auch die verkaufte Menge an Mineralwasser und Near Water auch im Lebensmitteleinzelhandel sinken.

Am härtesten traf die Coronakrise den Ottakringer-Geschäftsbereich Getränkehandel. Der Umsatz brach 2020 aufgrund der Coronapandemie um 40,5 Prozent auf 49,3 Mio. Euro ein, das Betriebsergebnis lag bei -5,4 Mio. Euro. Beliefert werden vor allem Gastronomie, Hotellerie und Getränkefachhändler.

(APA/Red)

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