Osteoporose-Aktionstag: "Größe zeigen - Bruch vermeiden"

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Die Intitiative "Größe zeigen – Bruch vermeiden", die am am 20. Oktober (Weltosteoporosetag) beginnt, will mit Größenmessungen bei Heimbewohnern helfen, nicht diagnostizierte Wirbelkörperfrakturen zu erkennen. Diese Brüche sind die häufigsten osteoporosebedingten Frakturen.

Mit diesem Angebot an die Heimbewohner sollen eine gute Lebensqualität bis ins hohe Alter wesentlich unterstützt und die enormen Folgekosten von osteoporosebedingten Brüchen eingedämmt werden. “Regelmäßig die Körpergröße zu kontrollieren, ist ein einfaches und probates Mittel. Wenn Sie feststellen, dass Sie kleiner geworden sind, gehen Sie zum Arzt und lassen Sie eine Osteoporoseabklärung durchführen!”, so der Osteoporosespezialist und medizinische Leiter der Aktion gesunde Knochen, Kurt Weber, der die Initiative wissenschaftlich überwacht. Bereits eine Größenminderung von zwei Zentimetern pro Jahr kann auf eine Wirbelkörperfraktur hinweisen.

Wirbelkörperfrakturen sind die häufigsten osteoporosebedingten Knochenbrüche und gleichzeitig die am wenigsten diagnostizierten. Bis 2050 sollen sie auf 37,3 Millionen Fälle EU-weit steigen (von 23,7 Millionen im Jahr 2000). Dabei wird nicht einmal die Hälfte klinisch untersucht, lediglich 8–33 % werden hospitalisiert. In zwei großen europäischen Osteoporose-Studien (EVOS, EPOS) wurden 14.000 Patient im Alter zwischen 50 und 75 Jahren regelmäßig untersucht. Das erschütternde Ergebnis war, dass bereits erlittene Wirbelkörperbrüche lediglich bei 25 % der Frauen und bei 0 % (!) der Männer diagnostiziert und bekannt waren.

In absoluten Zahlen entstehen in der EU Gesamtkosten für Wirbelkörperfrakturen in Höhe von € 377 Millionen pro Jahr. Setzt man die Krankenhauskosten für Wirbelfrakturen ins Verhältnis zu jenen für Hüftfrakturen, so betragen die Kosten für diese etwa 63 % der Kosten, die für Hüftfrakturen anfallen. Allein durch die Versorgung hüftgelenksnaher Frakturen im Akutbereich und in der anschließenden Rehabilitation werden in Österreich jährlich rund € 1,7 Milliarden aufgewendet. Bewusstseinsbildende Osteoporosekampagnen und Präventionsprogramme sollen vorkehrend wirken und die enormen Kosten eindämmen.

In Österreich sind rund 700.000 Menschen von Osteoporose betroffen. Sie kann grundsätzlich in jedem Lebensalter auftreten, die Gefahr, an Osteoporose zu erkranken, steigt jedoch mit zunehmendem Alter. Osteoporose entwickelt sich häufig unbemerkt und verursacht in den meisten Fällen erst dann Schmerzen, wenn ein Knochenbruch aufgetreten ist.

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