Oscar an "Die Fälscher" - Gratulationen von Fischer und Molterer

Auch Bundespräsident Heinz Fischer hat am Montag Stefan Ruzowitzky, seinem Team und dem Hauptdarsteller Karl Markovics zum Auslands-Oscar gratuliert.

“Die erstmalige Verleihung des weltweit wichtigsten Filmpreises an einen österreichischen Film in dieser Kategorie bedeutet nicht nur eine Auszeichnung für Stefan Ruzowitzky und sein Team, sondern auch für den jungen österreichischen Film, der in den letzten Jahren eine sehr positive Entwicklung genommen hat”, so Fischer in einer Aussendung. “Bemerkenswert” sei in diesem Zusammenhang auch, “dass die Oscar-Preisjury mit dem Film ‘Die Fälscher’ wenige Tage vor dem 70. Jahrestag des ‘Anschlusses’ Österreichs an Hitler-Deutschland einen Film ausgezeichnet hat, der ein wichtiges Dokument über einen Aspekt der NS-Zeit darstellt.”

“Wir können stolz sein auf die Kreativität unserer Künstlerinnen und Künstler”, betonte Vizekanzler Wilhelm Molterer (V) in einer Aussendung. “Dieser Oscar ist nicht nur eine Auszeichnung für den hervorragenden Regisseur Ruzowitzky, sondern zeichnet auch den österreichischen Film und die gesamte österreichische Kulturlandschaft in besonderer Weise aus”.

Für den Kultursprecher der Grünen, Wolfgang Zinggl, beweist der Erfolg von Ruzowitzky “einmal mehr, wie hoch das Niveau der Filmkunst hierzulande mittlerweile geworden ist.” Die Dotierungen müssten demgemäß “auf europäisches Niveau angehoben werden”, so Zinggl “in Richtung Kulturministerin, Wirtschaftsminister, Finanzminister und ORF”.

Für FPÖ-Kultursprecher Gerhard Kurzmann ist neben all der Freude in einer Aussendung “allerdings zu hoffen, dass dies nun endlich als Initialzündung für die vonseiten der Bundesregierung längst versprochenen weitreichenden Fördermaßnahmen des österreichischen Films genutzt” werde. Kurzmann fordert eine “massive Unterstützung des heimischen Films nicht zuletzt angesichts der Bedrohung durch Massenware”. Jenen politischen Kräfte, die jetzt jubeln würden, müsse klar sein, dass es sich mehr oder weniger um einen “Zufallserfolg” handle, der nicht wegen der österreichischen Rahmenbedingungen, sondern trotz derselben zustande gebracht wurde.

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