Organhandel: Haft wegen Falschaussagen

Die Kosovo-Polizei (KPS) hat drei Serben verhaftet, die ihre Landsleute zu Falschaussagen über den angeblichen Handel mit menschlichen Organen angestiftet haben sollen.
Das sagte Arber Beka, Sprecher der Kosovo-Polizei am Freitag in der Hauptstadt Pristina.

Die drei Männer hätten bis zu 100.000 Euro und Wohnungen in Serbien als Gegenleistung für Aussagen angeboten, die beweisen sollten, dass Serben während des Kosovo-Krieges vor zehn Jahren Opfer von gewaltsamer Entnahme ihrer Organe seitens der aufständischen Albaner waren. Die früheren Chefanklägerin des Haager UNO-Kriegsverbrechertribunals, Carla del Ponte, hat in ihrem vor einem Jahr veröffentlichten Buch über diese 1999 verübten Verbrechen berichtet. Demnach seien 300 gefangenen Serben, die vom Kosovo nach Albanien gebracht worden seien, Organe entnommen worden.

Die Opfer des Organhandels seien zum Teil umgebracht worden. Mehrere führende Kosovo-albanische Politiker seien an diesem Organhandel-Ring beteiligt gewesen, schrieb Del Ponte. Diese haben die Vorwürfe zurückgewiesen.

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