Organhandel-Affäre in Albanien

Die vermeintliche Organentnahme, die unter anderem, an gekidnappten Serben, durchgeführt worden sein soll, spielte sich in einer neuropsychiatrischen Klinik in der Ortschaft Burrel ab.

Das berichtete am Dienstag Belgrader Medien unter Berufung auf die Erkenntnisse der serbischen Sonderstaatsanwaltschaft für Kriegsverbrechen.

Die Opfer wurden daraufhin laut derselben Quelle in Massengräbern an drei Stellen im Morastgebiet um die nordalbanische Ortschaft Tropoje beerdigt, aber auch in der kosovarischen Mine Deva, deren Schächte über die Grenze nach Albanien reichen würden.

Vorwürfe von Carla del Ponte

Die serbische Sonderstaatsanwaltschaft hatte im Frühjahr ihre Ermittlungen über den vermeintlichen Organhandel eingeleitet. Den Anlass lieferte ein Buch der früheren Chefanklägerin des Haager UNO- Kriegsverbrechertribunals, Carla del Ponte.

In dem auf Italienisch erschienenen Buch «La Caccia» (»Die Jagd. Ich und die Kriegsverbrecher») hatte die Schweizer Juristin berichtet, dass sich die Tribunalsanklage auch mit dem angeblichen Handel von Organen serbischer Zivilisten in Albanien befasst habe.

In dem Kapitel über den Kosovo-Krieg schrieb Del Ponte über die Verschleppung von 300 Serben durch Mitglieder der Kosovo- Befreiungsarmee (UCK) nach Nord-Albanien im Jahr 1999.

Dort hätten UCK-Mitglieder den Gefangenen Organe entnommen und sie anschliessend ermordet. Wegen fehlender Beweise waren von Anklägern des UNO-Tribunals allerdings nie Ermittlungen eingeleitet worden.

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