Orange erhält Zuschlag für One

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Der drittgrößte österreichische Mobilfunkanbieter One ist am Mittwoch versteigert worden: Zu 100% an Frankreichs "Orange" im Tandem mit ungarischem Investor.

Die France Telekom-Mobilfunktochter Orange und der ungarische Finanzinvestor Mid Europa Partners (früher: EMP Europe)
kaufen zu 100 Prozent (!) den drittgrößten österreichischen Handynetzbetreiber One.

Niederländer ziehen den Kürzeren

Wie der APA aus zwei unabhängigen Quellen
bestätigt wurde, hat sich Orange am Mittwoch in einem Versteigerungsverfahren gegen die niederländische KPN durchgesetzt.
Der Kaufpreis liegt demnach bei 1,4 Mrd. Euro. Zwei weitere Bieter,
die ägyptische Orascom und die russische Alpha Group, waren bereits
vor der Auktion ausgeschieden.

Ungarn halten vorerst die Mehrheit

Der Quelle zufolge wird Mid Europa Partners zunächst die Mehrheit
an One halten. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass France
Telecom in den nächsten Jahren das Unternehmen vom Finanzpartner
übernehmen könnte, hieß es. Die Franzosen würden ihre Engagement in
Österreich jedenfalls als langfristig betrachten.

Bisheriger Mehrheitsaktionär von One war mit 50,1 Prozent der
deutsche Energiekonzern E.ON. Orange hielt bereits 17,45 Prozent an
One und besaß deshalb ein Vorkaufsrecht auf die restlichen Anteile,
die neben E.ON von der norwegischen Telenor (ebenfalls 17,45 Prozent)
und Tele Danmark (15 Prozent) gehalten wurden.
Für KPN bedeutet der
Zuschlag an die Franzosen eine herbe Niederlage. Die Niederländer
hatten sich bereits für tele.ring interessiert, waren dort aber gegen
die Deutsche Telekom-Tochter T-Mobile abgeblitzt.

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