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Opposition übt weiter Kritik an der Wiener Mobilitätsagentur

Der Wiener Gemeinderat hat sich am Mittwoch mit der Mobilitätsagentur beschäftigt.
Der Wiener Gemeinderat hat sich am Mittwoch mit der Mobilitätsagentur beschäftigt. ©APA
Nach der Veröffentlichung falscher Zahlen reißt die Kritik an der Wiener Mobilitätsagentur nicht ab. Die Opposition vermutet "politische Propaganda", die Grünen ersuchten hingegen um Nachsicht.
Falsche Zahlen veröffentlicht

Die Frage, wie viele Wiener im Winter mit dem Rad unterwegs sind, hat am Mittwoch den Gemeinderat beschäftigt – da zuletzt eine Debatte über die betreffenden Zahlen entbrannt ist. Die Wiener Mobilitätsagentur musste entsprechende Angaben nach unten korrigieren.

Falsche Zahlen veröffentlicht

Es war eine an sich eher unspektakuläre Pressekonferenz. Am 4. November präsentierte der Geschäftsführer der Mobilitätsagentur und Wiener Radbeauftragte Martin Blum eine Umfrage zum Thema Radfahren im Winter. Ergebnis: Hochgerechnet sind rund 255.000 Menschen auch in der kalten Jahreszeit mit den Drahtesel unterwegs. 270.000 können sich weiters vorstellen, dies zu tun, hieß es.

Wenig später mussten die Zahlen korrigiert werden. Tatsächlich, so gestand die Agentur ein, nutzen 170.000 das Rad das ganze Jahr über. Zusätzlich würden 180.000 Menschen nicht ausschließen, künftig doch auch im Winter zu fahren. Anlass für die Korrektur sei ein Rechenfehler gewesen, hieß es.

Opposition vermutet “politische Propaganda”

Diese Erklärung zog VP-Verkehrssprecher Roman Stiftner heute in Zweifel: “Hier muss man unterstellen, dass es sich nicht um einen Rechenfehler, sondern um politische Propaganda handelt.” Er vermutete, dass die Zahlen “geschönt” wurden, um der grünen Radfahrpolitik einen Erfolg zu bescheinigen. Stiftner forderte die Auflösung der Agentur bzw. die Ablöse Blums.

Dieser sei jedenfalls “sehr nett”, befand FPÖ-Mandatar Toni Mahdalik. Es sei aber auch nicht der Agenturchef, sondern die Grünen seien für die falschen Zahlen verantwortlich, zeigte er sich überzeugt: “Denn es ist ja euer Postenkarussell”, befand er – mit Blick auf die Reihen der grünen Fraktion. Die Grünen würden sich ungeniert an Steuergeldern bedienen. Und er kritisierte, dass durch die Arbeit der Mobilitätsagentur nicht ein Meter Radweg mehr errichtet worden sei.

Grüne und SPÖ verteidigen Martin Blum

Der grüne Gemeinderat Christoph Chorherr verteidigte hingegen die Arbeit des Radbeauftragten: “Der Radverkehr hat spürbar zugenommen.” Dies würden auch die Zahlen an den Messstellen beweisen. Dass die Informationen in Sachen Winterradeln falsch gewesen seien, bestritt Chorherr nicht: “Fehler passieren.” Blum habe aber das “vollste Vertrauen”, versicherte der Grün-Politiker.

Auch SP-Gemeinderat Ernst Holzmann zeigte sich überzeugt, dass die Mobilitätsagentur gute Arbeit leiste. Die Einrichtung dürfe nicht infrage gestellt werden. Allerdings befand er: “Man hätte es vielleicht mit der Sorgfalt ein bisschen genauer nehmen können.”

Fehler durch Missverständnis

Wie es zu den Angaben gekommen ist, erläuterte Wiens Chef-Radler Martin Blum im Gespräch mit der APA. Es seien “mehrere Dinge zusammengekommen”, versicherte er. Zunächst habe man auf Basis der von einem Meinungsinstitut zur Verfügung gestellten Zahlen eine Hochrechnung angestellt – wobei es zu einem Missverständnis gekommen sei. Man habe aber natürlich geplant, die Ergebnisse noch abzuklären. Dies habe aber leider nicht stattfinden können, da der Ansprechpartner beim Institut krank geworden sei. “Hätten wir das vorher noch gegengecheckt, hätten wir den Fehler sicher bemerkt”, zeigte sich Blum überzeugt. (APA)

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